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Syfel will Klage einreichen
Politik 15.01.2016 Aus unserem online-Archiv
Kirchenfabriken

Syfel will Klage einreichen

Das Syfel will juristische Schritte gegen das Ende der Kirchenfabriken einleiten.
Kirchenfabriken

Syfel will Klage einreichen

Das Syfel will juristische Schritte gegen das Ende der Kirchenfabriken einleiten.
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Politik 15.01.2016 Aus unserem online-Archiv
Kirchenfabriken

Syfel will Klage einreichen

Die Abschaffung der Kirchenfabriken konkretisiert sich. Die Mehrheitsparteien lehnen eine Anhörung des Syndicat des Fabriques d'église de Luxembourg (Syfel) ab. Das Syfel hat beschlossen, gerichtlich gegen den Gesetzentwurf vorzugehen.

(ml) - Die Arbeiten über die Neudefinierung der Beziehungen zwischen der katholischen Kirche und dem Luxemburger Staat schreiten voran, heißt es auf der Internetseite des Parlaments. Der Ausschuss für innere Angelegenheiten befasste sich am Donnerstag mit der Finanzierung der Kirchenfabriken.

Nach dem Gutachten des Staatsrats wurden die Arbeiten zum Gesetzentwurf Nr. 6824 abgeschlossen. Künftig sind die Gemeinden nicht mehr dazu verpflichtet, die Defizite der Kirchenfabriken zu begleichen und den Pfarrern eine Wohnung zur Verfügung zu stellen. Bis April 2017 müssen die Besitzverhältnisse der Kirche geklärt sein.

Die Mitglieder des Syndicat des Fabriques d'église de Luxembourg (Syfel) haben dem Dachverband am Dienstag bei einer Generalversammlung grünes Licht erteilt, gerichtliche Schritte gegen den Gesetzentwurf einzuleiten.

Antrag auf Anhörung abgelehnt

Des Weiteren haben sich die Mitglieder der zuständigen Parlamentskommission mit den Stimmen der Mehrheitsparteien gegen eine Anhörung des Syndicat des Fabriques d'églises de Luxembourg (Syfel) ausgesprochen. Die gemeinnützige Vereinigung umfasst 262 der 285 Kirchenfabriken in Luxemburg. Abgelehnt wurde auch ein Gutachten, in dem das Syfel das Gutachten des Staatsrats kritisiert hatte. Das Syfel-Gutachten zum Gesetzesprojekt fließt hingegen in die parlamentarischen Dokumente ein.

Die CSV bedauert, dass die Regierungsparteien den Dialog mit den Kirchenfabriken ablehnen. "Eine Reform der Kirchenfabriken hinter verschlossenen Türen und ohne Dialog mit den Hauptbetroffenen lehnt die CSV strikt ab", heißt es in einer Pressemitteilung.

Finanzlage wird belastet

Innenminister Dan Kersch hat unterdessen am Donnerstag verkündet, dass er innerhalb der kommenden zwei Monaten im Ministerrat einen Gesetzentwurf vorlegen wird, mit dem die Reorganisation der Kirchenfabriken gemäß der vereinbarten Konvention umgesetzt wird. Der Text sieht u.a. vor, dass die lokalen Kirchenfabriken durch einen "Fonds de la gestion des édifices religieux du culte catholique" ersetzt werden.

Bereits im Juli vergangenen Jahres hatte der Verband der Kirchenfabriken juristische Schritte gegen die Trennung von Kirche und Staat in Aussicht gestellt. Dadurch werde die aktuelle Finanzlage belastest, hieß es am Dienstag während der Syfel-Generalversammlung.

Im November hatte das Syfel sich in einem offenen Brief an Erzbischof Jean-Claude Hollerich gewandt. Darin führte die Organisation juristische Gründe an, die beweisen sollen, dass die Konvention zwischen der Regierung und dem Bistum ungültig ist.


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