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Syfel stellt Forderungen an die Regierung
Politik 02.10.2016 Aus unserem online-Archiv
Reform der Kirchenfabriken

Syfel stellt Forderungen an die Regierung

Die Neuordnung der Kirchengebäude und Vermögenswerte der Kirche erregt weiterhin Widerstand.
Reform der Kirchenfabriken

Syfel stellt Forderungen an die Regierung

Die Neuordnung der Kirchengebäude und Vermögenswerte der Kirche erregt weiterhin Widerstand.
Foto: Anouk Antony/LW-Archiv
Politik 02.10.2016 Aus unserem online-Archiv
Reform der Kirchenfabriken

Syfel stellt Forderungen an die Regierung

Michel THIEL
Michel THIEL
In einem Protestschreiben hat der Dachverband der Kirchenfabriken Syfel die Regierung und den Erzbischof dazu aufgefordert, die geplante Neuverteilung der Kirchengebäude und Vermögenswerte der Kirche zu stoppen und umgehend den Dialog mit den Kirchenfabriken aufzunehmen.

(mth) - Im Streit um die künftige Zuteilung der Kirchengebäude und Vermögenswerte der Kirche hat der Dachverband der Kirchenfabriken Syfel sich in einem offenen Brief an Innenminister Dan Kersch, Staats- und Kultusminister Xavier Bettel, den Erzbischof sowie den Vorsitzenden der Abgeordnetenkammer gewandt.

In dem Protestschreiben, das die Unterschriften von 872 Mitarbeitern aller 205 Kirchenfabriken trägt, werden die Adressaten dazu aufgefordert "den Inhalt des Schreibens nicht nur zur Kenntnis zu nehmen, sondern den darin enthaltenen Forderungen auch Folge zu leisten".

Die unterzeichneten Mitglieder teilen in dem Brief mit, dass sie "keineswegs damit einverstanden sind, dass die Kirchenfabriken, wie angekündigt, abgeschafft werden und ihrer Besitztümer enteignet werden".

Sie fänden es zudem "inakzeptabel, dass weder die Kirchenräte selbst noch deren Syndikat, das Syfel, vom Ordinariat und vom Innenministerium als Gesprächs- bzw. Verhandlungspartner angesehen werden".

Schließlich enthält das  Schreiben die Aufforderung, "umgehend den Dialog mit den Kirchenfabriken und dem Syfel aufzunehmen" sowie "diese nicht weiter vor vollendete Tatsachen zu stellen sondern über ihre Zukunft mitentscheiden zu lassen". Zudem müsse "die Institution der der Kirchenfabriken reformiert und modernisiert" werden anstatt diese "zu zerschlagen".


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