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Suizidprävention: Wanderausstellung über psychische Krankheiten
Politik 20.07.2016

Suizidprävention: Wanderausstellung über psychische Krankheiten

Ältere Personen gehören zu den Risikogruppen bei der Suizidprävention.

Suizidprävention: Wanderausstellung über psychische Krankheiten

Ältere Personen gehören zu den Risikogruppen bei der Suizidprävention.
Foto: Shutterstock / LW-Archiv
Politik 20.07.2016

Suizidprävention: Wanderausstellung über psychische Krankheiten

Steve BISSEN
Steve BISSEN
Information und Sensibilisierung der breiten Öffentlichkeit über psychische Krankheiten. Das ist das Ziel einer vom Centre d'Information et de Prévention organisierten Wanderausstellung.

(stb) - Am Mittwoch stellte Gesundheitsministerin Lydia Mutsch die Wanderausstellung "A / Normal" gegenüber der Presse vor, die Bestandteil des nationalen Plans zur Suizidprävention ist. Ziel der vom Centre d'Information et de Prévention organisierten Ausstellung ist die Sensibilisierung und Information der breiten Öffentlichkeit über das Thema psychische Krankheiten.

Dabei können sich die Besucher im Detail über psychische Krankheiten, individuelle Erfahrungen von Betroffenen und Methoden zur Aufrechterhaltung der psychischen Gesundheit im Alltag informieren. Die Ausstellung kann noch bis zum 29. Juli  im Gesundheitsministerium besucht werden. Anschließend geht die Ausstellung auf Wanderschaft.

Die Ausstellung wird vom CIP je nach Verfügbarkeit kostenlos zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen unter der Telefonnummer 455533 oder per Mail unter info@prevention.lu.

81 Suizidfälle im Jahr 2015

2014 nahmen sich insgesamt 85 Menschen in Luxemburg das Leben. 2015 sank die Zahl leicht auf 81 Suizidfälle. Die Zahl der Suizidversuche ist nochmals um das Zehnfache höher. Dabei nehmen sich Männer dreimal häufiger das Leben als Frauen.

Die Ursachen seien vielschichtig, aber Suizidprävention sei möglich, so die Gesundheitsministerin. Dabei seien alle gefordert, Politik und Gesellschaft. Was die Umsetzung des im Juli letzten Jahres vorgestellten Plan national de prévention du suicide du Luxembourg (PNPSL) angeht, so schreite man "generell gut voran". "Wir sind gut aufgestellt, aber es bleibt noch viel zu tun", so Lydia Mutsch.

435 Personen in Suizidprävention ausgebildet

Besonders positiv verlaufe die Formation unterschiedlicher Berufsgruppen, wie beispielsweise Krankenschwestern, Pflegekräften und Schulpersonal, im Umgang mit suizidalen Krisen. Innerhalb von zwei Jahren haben 435 Personen an den Weiterbildungskursen teilgenommen.

Die Formation von Menschen, die in direktem Kontakt zu suizidgefährdeten Menschen stehen, sei besonders wichtig, da gerade diese in der Lage seien, suizidale Krisen möglichst früh zu erkennen. Denn im Anfangsstadium seien psychische Krankheiten noch leichter zu therapieren.

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