Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Suizidgedanken: „Das baut sich langsam auf“
Politik 6 Min. 21.02.2019 Aus unserem online-Archiv
Exklusiv für Abonnenten

Suizidgedanken: „Das baut sich langsam auf“

Sechs bis sieben Prozent der Jugendlichen geben einer Studie der Uni Luxemburg nach an, schon einen Suizid versucht zu haben.

Suizidgedanken: „Das baut sich langsam auf“

Sechs bis sieben Prozent der Jugendlichen geben einer Studie der Uni Luxemburg nach an, schon einen Suizid versucht zu haben.
Pierre Matgé
Politik 6 Min. 21.02.2019 Aus unserem online-Archiv
Exklusiv für Abonnenten

Suizidgedanken: „Das baut sich langsam auf“

Annette WELSCH
Annette WELSCH
Über Suizid bei Jugendlichen sagt der Psychologe Dr. Fränz d'Onghia im Interview mit dem "Luxemburger Wort": "Verschweigen hilft keinem weiter." Er bietet Kurse zur Gefährdungserkennung an.
Direkt weiterlesen?

Für nur 1,90€ pro Woche können Sie diesen Artikel „Suizidgedanken: „Das baut sich langsam auf““ lesen und erhalten Zugang zu allen Artikeln.

  • Immer und überall bestens informiert
  • Rund um die Uhr Zugriff auf unsere Premium-Artikel
  • Gratis Newsapp für Ihr Smartphone und Tablet
Zu den Abonnements

Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Suizid gilt als Tabuthema, vielen fällt es schwer, darüber zu sprechen. Ein 55-jähriger Luxemburger erzählt mit viel Mut dem „Luxemburger Wort“ seine Geschichte.
Zum ersten Mal hat das Telefon von SOS Détresse 1977 geklingelt. Seitdem steht der Seelsorge-Dienst jedem Menschen während schwierigen Lebenssituationen zur Seite.
Menschen, die sich überfordert fühlen, mit ernsthaften Problemen zu kämpfen haben sind bei SOS Détresse genau richtig.
Die Wahrscheinlichkeit, einmal im Leben an einer psychischen Krankheit zu erkranken, liegt bei 43 Prozent. Eine flächendeckende Psycho-Prophylaxe gibt es bisher nicht, und die Anlaufstellen sind mit der Nachfrage überfordert.
Mentale Erkrankungen sind immer noch mit einem negativen Stigma behaftet.
Kampagne gegen Depressionen
Oft werden sie als Spinnereien abgetan. Dabei stellen Depressionen ein ernsthaftes Problem dar, das sich zu einer Volkskrankheit zu entwickeln droht. Geht es dem Gesundheitsministerium nach, dann soll offen über das Thema gesprochen werden.
Das Gesundheitsministerium geht davon aus, dass in Luxemburg etwa 26 000 Menschen betroffen sind.
In Luxemburg kommt es im Durchschnitt alle vier Tage zu einem Suizid. 2015 stellte das Gesundheitsministerium den „Plan national de prévention du suicide au Luxembourg” vor. Am Donnerstag zog das Ministerium eine erste Zwischenbilanz.
Wenn ein geliebter Mensch aus freien Stücken aus dem Leben scheidet, leidet der Freundes- und Familienkreis am meisten und braucht dann viel Unterstützung.
Zum nationalen Suizidpräventionstag
Jedes Jahr begehen in Luxemburg etwa 80 Menschen Suizid. Die 47-jährige Karin* hat selbst mehrere Suizidversuche unternommen. Dem „Luxemburger Wort“ erzählt sie, was es bedeutet, keine Lust mehr am Leben zu haben und wo sie schließlich Halt gefunden hat.