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Studienbeihilfen 2014/15: Einsparungen im Millionenbereich
Bei den Einheimischen ist Luxemburg der beliebteste Studienort.

Studienbeihilfen 2014/15: Einsparungen im Millionenbereich

Foto: Lex Kleren
Bei den Einheimischen ist Luxemburg der beliebteste Studienort.
Politik 24.09.2015

Studienbeihilfen 2014/15: Einsparungen im Millionenbereich

2014/15 gab der Staat 91,35 Millionen Euro an Studienbeihilfen aus. Das sind 63 Millionen Euro weniger als im Jahr zuvor, als noch das alte Gesetz in Kraft war. Staatssekretär Marc Hansen stellte diese und andere Zahlen am Donnerstag vor.

(mig) - 2014/15 trat das neue Studienbeihilfegesetz in Kraft, mit dem Ziel, die ausufernden Ausgaben für den Staat einzudämmen. Dieses Ziel wurde erreicht. Im vergangenen Jahr zahlte der Staat 91,35 Millionen Euro an Beihilfen an 25.594 Studenten aus. Im Jahr davor waren es noch 154,36 Millionen Euro für 25.205 Studenten.

Bei der Cedies gingen 27.813 Anträge auf bei Beihilfen ein, 2.530 Anträge wurden abgelehnt. Das entspricht neun Prozent der Anträge. Fast zwei Drittel (62 Prozent) der Antragsteller leben in Luxemburg, 38 Prozent sind Grenzgänger.

Darlehen werden nicht abgerufen

Die Cedies bewilligte im vergangenen Jahr Bankdarlehen in Höhe von 176,99 Millionen Euro. Erfahrungsgemäß aber werden die Darlehen nicht im vollen Umfang abgerufen. In den vergangenen zehn Jahren wurden 393,4 Millionen Euro an Darlehen von den Banken ausgezahlt, das sind 39,3 Millionen Euro an Darlehen pro Jahr. Hansen rechnet damit, dass etwa 50 Millionen Euro von den im vergangenen Jahr bewilligten 176,99 Millionen Euro tatsächlich abgerufen werden. Diese Zahlen sind interessant, denn sie zeigen, dass die komplette Summe von 18.700 Euro, die ein Student maximal erhalten kann, von vielen nicht wirklich gebraucht wird.

Die beliebtesten Studiengänge sind Wirtschaftswissenschaften (5.435 Studenten), gefolgt von den Gesundheitsberufen (2.269) und den Naturwissenschaften (1.871). An vierter Stelle stehen die Erziehungswissenschaften mit 1.864 Studenten, darunter 1.456 Frauen.

Die Einheimischen bevorzugen Luxemburg als Studienort, gefolgt von Belgien, Deutschland und Frankreich. 

Neue BTS-Studiengänge

Das BTS (Brevet de technicien supérieur) nimmt weiter an Beliebtheit zu. 2014/15 haben sich 664 Studenten für ein BTS eingeschrieben. Das sind 112 mehr als noch im Vorjahr.

2015/16 werden vier neue BTS-Studiengänge angeboten:

  • chimie analytique (LTC)
  • dessinateur-constructeur sur métal (LTB)
  • génie automatique (LTAM)
  • gestion d'entreprise et développement durable (LTEtt)

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