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Streitkultur, Kontroversen und Zukunftsfragen
Politik 22.09.2017 Aus unserem online-Archiv
Auf dem Oekofestival

Streitkultur, Kontroversen und Zukunftsfragen

Gewohnt spöttisch im Ton: Méco-Präsidentin Blanche Weber.
Auf dem Oekofestival

Streitkultur, Kontroversen und Zukunftsfragen

Gewohnt spöttisch im Ton: Méco-Präsidentin Blanche Weber.
Foto: Chris Karaba
Politik 22.09.2017 Aus unserem online-Archiv
Auf dem Oekofestival

Streitkultur, Kontroversen und Zukunftsfragen

Bérengère BEFFORT
Bérengère BEFFORT
Zum Auftakt des neuen Oekofestival in Pfaffenthal forderte Méco-Präsidentin Blanche Weber die politischen Vertreter heraus: „Werden Google und ähnliche Konzerne zum neuen Tanktourismus?"

(BB) - „Müssen wir die Flugkapazitäten so sehr ausbauen, dass fünf Millionen Passagiere befördert werden? Werden Google und ähnliche Unternehmen zum neuen Tanktourismus? Das sollte kontrovers diskutiert werden können“, stichelte Blanche Weber am Freitagnachmittag zur Eröffnung des neuen Oekofestivals.

Die herkömmliche Umweltmesse des Mouvement écologique wird nun als Oekofestival unter freiem Himmel in Pfaffenthal abgehalten. Beim Standort und bei den Ständen gibt es für die Besucher einige Änderungen. Für die Eröffnungsrede nahm die Präsidentin in gewohnt spöttisch-kritischer Manier die Politik in die Pflicht.

Bausch: Eine Geizgesellschaft

Minister François Bausch konterte: „Wir streben als Regierung keine fünf Millionen Passagiere auf dem Flughafen in Findel an“. Der Standort sei halt für Anflüge begehrt und außerdem würden die Kunden selbst nach Billigflügen greifen. „Das ist das Ergebnis einer Geizgesellschaft“, sagte der Minister für Nachhaltigkeit. So einfach lasse sich der Politik nicht die Schuld zuschieben.

Dass Luxemburg mehr Debatten und Streitkultur braucht, machte Blanche Weber außerdem an der Wohnungspolitik aus. „Jede Partei verspricht anlässlich der Gemeindewahlen etwas in der Wohnungsbaupolitik zu machen. Leider fehlen konkrete Aussagen.“

Besonders der Umgang mit leer stehenden Häusern und ungenutztem Bauland müsse verstärkt zur öffentlichen Diskussion stehen. Dabei gehe es besonders um die Anerkennung von Privatbesitz und ein Eingreifen zum Wohl der Allgemeinheit.