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Streit im Gesundheits- und Sozialwesen: Erste Tagung der paritätischen Kommission
Politik 10.06.2016

Streit im Gesundheits- und Sozialwesen: Erste Tagung der paritätischen Kommission

LCGB und OGBL verlangen eine Aufwertung der Laufnahnen im Gesundheits- und Pflegebereich.

Streit im Gesundheits- und Sozialwesen: Erste Tagung der paritätischen Kommission

LCGB und OGBL verlangen eine Aufwertung der Laufnahnen im Gesundheits- und Pflegebereich.
Foto: Anouk Antony
Politik 10.06.2016

Streit im Gesundheits- und Sozialwesen: Erste Tagung der paritätischen Kommission

Jacques GANSER
Jacques GANSER
Die paritätische Kommission soll detailliert aufschlüsseln, wie teuer die Aufwertung der Laufbahnen wird. Bei der ersten Sitzung blieben konkrete Ergebnisse aus.

(jag) - Zum ersten Mal trafen sich die Vertreter der Gewerkschaften, der Arbeitgeber und der verantwortlichen Ministerien am Donnerstag im Rahmen der sogenannten paritätischen Kommission. Die Aufgabe dieser Kommission besteht darin, eine möglichst präzise Kostenaufstellung auszuarbeiten, dies im Rahmen der geplanten Anpassung der Laufbahnen im Bereich Altenpflege- und Gesundheit. Die Resultate nach dieser ersten Sitzung sind allerdings eher mager: Man stellte fest, dass die benötigten Zahlen zusammengetragen werden müssen und man sich dann weiter beraten müsse.

Der Präsident des Krankenhausverbandes FHL Paul Junck hatte eine Anpassung der Laufbahnen im Bereich der Krankenhäuser von den Ergebnissen der Kommissionsarbeit abhängig gemacht. Er hatte vorgeschlagen, sich für die neuen Kollektivverträge in den Krankenhäusern an der Berechnungsmethode des Sozialsektors zu orientieren. Die Laufbahnaufwertung könnte zwischen 40 und 100 Millionen Euro an Mehrkosten nach sich ziehen. Die FHL will aber ein präziseres Zahlenwerk.

Im Spitalwesen waren die Gespräche zwischen den Gewerkschaften und der FHL erfolglos ausgegangen. Das Verfahren läuft nun vor dem Schlichter weiter.

OGBL zeigt kein Verständnis

Auf Kritik stößt die ganze Prozedur beim OGBL. Beide Kollektivverträge seien komplett unabhängig, es mache also wenig Sinn, auf die Resultate der paritätischen Kommission zu warten. Die Gewerkschaftsvertreter vermuten ein Spiel auf Zeit.

Am vergangenen Samstag hatten mehr als 6500 Demonstranten vor dem Sozialministerium für die Anerkennung ihrer Diplome und die Aufwertung ihrer Diplome protestiert. Sozialminister Romain Schneider hatte zudem angekündigt, die Regierung würde ihre Engagements einhalten und finanzielle Mittel für die Lohnerhöhungen zur Verfügung stellen.         

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