Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Stolz auf Diversität und Zusammenhalt

Stolz auf Diversität und Zusammenhalt

Foto: Cour Grand-Ducale
Politik 1 7 Min. 24.12.2018

Stolz auf Diversität und Zusammenhalt

In seiner traditionellen Weihnachtsansprache ging Großherzog Henri in diesem Jahr auf die internationale Zusammenarbeit zwischen den Nationen ein. Die Solidarität in Luxemburg war das zweite Thema seiner Rede.

In seiner Weihnachtsansprache erinnerte Großherzog Henri an das Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren. Nach dem 11. November 1918 sei die Welt eine andere gewesen, weil die europäische Vormachtstellung in Frage gestellt worden sei. Das Ende des Ersten Weltkriegs stelle ein Zäsur in der europäischen Geschichte dar, die in eine neue Ära mündete, in der die Zusammenarbeit zwischen den Nationen im Vordergrund stand. Der Staatschef erinnerte an den Vorläufer der Vereinten Nationen, die „Société des Nations“.

Doch die neuen Spielregeln hielten den Krisen und dem Sturm des Nationalismus, der sich in der 1930er-Jahren erneut breit machte, nicht stand. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg habe die internationale Zusammenarbeit endgültig Fuß fassen können. „In der Welt von heute sind der Multilateralismus, die Zusammenarbeit zwischen den Staaten und die Gleichberechtigung wichtiger denn je“, betonte Großherzog Henri am Heiligabend.

Der Multilateralismus müsse überall dort greifen, wo die bilateralen Beziehungen an ihre Grenzen stoßen. Als Beispiel nannte der Staatschef den internationalen Handel, den Kampf gegen den Klimawandel, die Herausforderungen der Migration und die Vorbeugung von Konflikten.


Réception pour participants aux missions d’aide humanitaire et aux opérations de maintien de la paix - Grand-Duc Henri - Grand Duchesse Maria Teresa  - Foto: Pierre Matgé/Luxemburger Wort
Schloss Berg: große Hilfe, großer Empfang
Am Freitagnachmittag begrüßten Großherzog Henri und Großherzogin Maria Teresa Teilnehmer von humanitären Hilfsmissionen und von Friedensmissionen der Luxemburger Armee und Polizei auf Schloss Berg. Fotogalerie.

In dem Zusammenhang hob er die Verdienste der Luxemburger Diplomatie hervor, die sich seit Jahrzehnten für das internationale Recht und für die Vertiefung der multilateralen Zusammenarbeit einsetze. Beim Klimagipfel in Kattowitz sei er erneut persönlich Zeuge dieser Bemühungen geworden, erklärte der Großherzog. Die zur Verfügung stehenden Instrumente und Institutionen hätten sich bewährt. Daher müsse die Staatengemeinschaft daran festhalten. Deren Funktionsweise müsse allerdings an die rezenten Entwicklungen angepasst werden. In einer Zeit, die allzu oft von nationalen Egoismen geprägt sei, müssten sich die internationalen Akteure ihrer Verantwortung bewusst sein, forderte der Staatschef: „Mir hunn nëmmen eng Welt, mat Erausfuerderungen, déi eis alleguerten eppes uginn.“

"Ausgrenzung und simplistische Slogans fanden kaum Anklang"

Konsens und Solidarität Im zweiten Teil seiner Ansprache blickte der Großherzog auf die Wahlen vom vergangenen Oktober zurück. Er wünschte der Regierung eine glückliche Hand bei der Ausübung „ihrer wichtigen und noblen Aufgabe“. Wie im Ausland zeichne sich auch in der luxemburgischen Parteienlandschaft ein Wandel ab. Die Wähler würden sich weniger an eine Partei gebunden fühlen und ihre Gunst daher anderen, neuen Parteien schenken. Spezifische Anliegen oder Themen würden stärker in den Vordergrund gelangen, betonte Großherzog Henri weiter.


Commémoration Armistice/1. Weltkrieg “Kanounenhiwwel“ Gëlle Fra, Foto Lex Kleren
Gedenken am Monument du Souvenir
Das großherzogliche Paar hat am Sonntagnachmittag in der Hauptstadt an einer Gedenkfeier zum Ende des Ersten Weltkriegs teilgenommen.

Er zeigte sich allerdings zufrieden, dass es in wichtigen Punkten weiterhin einen parteiübergreifenden Konsens gibt und dass „simplistische Slogans“ kaum Anklang finden: „Mir sollen houfreg sinn op d’Diversitéit an den Zesummenhalt an eiser Gesellschaft.“ Er dankte in dem Zusammenhang deshalb allen Nicht-Luxemburgern für ihren Beitrag zum Wohl der Gesellschaft. Großherzog Henri dankte auch all jenen, die sich für Not leidende Menschen engagieren, sei es in Luxemburg oder in den internationalen Krisengebieten. Dort, wo die Politik an ihre Grenzen stoße, seien Solidarität und soziales Engagement oft der einzige Lichtblick. Es reiche nicht, das Leid zu erkennen, es brauche auch Mut, um die Welt zum Besseren zu verändern.

Der Staatschef erinnerte auch an das Engagement von Großherzogin Maria Teresa, die sich dem Kampf gegen die sexuelle Gewalt verschrieben hat. Im Frühjahr werde sie zusammen mit drei Friedensnobelpreisträgern an einem wichtigen internationalen Forum zu diesem Thema in Luxemburg teilnehmen.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Schloss Berg: große Hilfe, großer Empfang
Am Freitagnachmittag begrüßten Großherzog Henri und Großherzogin Maria Teresa Teilnehmer von humanitären Hilfsmissionen und von Friedensmissionen der Luxemburger Armee und Polizei auf Schloss Berg. Fotogalerie.
Réception pour participants aux missions d’aide humanitaire et aux opérations de maintien de la paix - Grand-Duc Henri - Grand Duchesse Maria Teresa  - Foto: Pierre Matgé/Luxemburger Wort
Neue Regierungsmitglieder vereidigt
Am Dienstagabend gab es von den Parteien grünes Licht für die Koalition, am Mittwoch folgte nun die Vereidigung der Regierungsmitglieder durch Großherzog Henri.
Familienidylle auf Schloss Berg
Pünktlich zum Ende der Sommerferien überrascht die großherzogliche Familie mit einem wundervollen Foto: das Herrscherpaar mit seinen Kindern und deren Partnern auf Schloss Berg.
Chauffeur mit Adelstitel
Großherzog Henri und Großherzogin Maria Teresa verbringen derzeit ihren Urlaub an der Côte d'Azur. Anfang der Woche empfingen sie das Ehepaar Macron zum Abendessen.
Exclusif - No Web - Prix Spécial - Le grand-duc Henri et la grande-duchesse María Teresa de Luxembourg, voisins du couple présidentiel au Fort de Brégançon, sont allés chercher Emmanuel et Brigitte Macron en voiturette pour les amener dans leur propriété pour un dîner. Bormes-les-Mimosas, le 12 août 2018. Hier soir le couple Grand-Ducal a rendu visite au Président de la République et son épouse pour une visite du fort de Brégançon. Ils ont ensuite quitté le fort ensemble, dans la voiture électrique du Grand-Duc du Luxembourg, soucieux des questions environnementales, pour un dîner privé. Il s’agit ici d’une tradition datant de 1945 pour les chefs d’Etat ayant séjourné au fort de Brégançon que de dîner chez ses proches voisins. For Germany call for price
No web No blog
Exclusive - Grand Duke Henri and Grand Duchess Maria Teresa of Luxembourg, French presidential couple's neighbors at the "Fort Brégançon", went to pick up French President Emmanuel Macron and his wife the First Lady Brigitte Macron by golf cart to have dinner at their property.
Bormes-les-Mimosas, on August 12th 2018
Blauer Plüsch, weiße Reifen
Hochzeit am großherzoglichen Hof. Sechs Pferde ziehen den „Coupé Gala“ – darin Großherzogin Charlotte und Prinz Félix. Das war 1919 im November. Die Kutsche gibt es noch. Heute steht sie in Peppingen.
Ein Objekt, ein Museum: Kutschemusée / Foto: Steve EASTWOOD
Einsatz in England
Prinz Sébastien wurde in dieser Woche eine besondere Ehre zuteil: Er nahm an der "Changing of the Guard"-Zeremonie vor dem Buckingham-Palast teil.
<p><br></p>