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Steuerverwaltung: Gramegna äußert sich zum Personalmangel
Politik 13.09.2019

Steuerverwaltung: Gramegna äußert sich zum Personalmangel

Die Steuerverwaltung kämpft mit einer Personalnot. Mehrere Maßnahmen sollen nun Abhilfe schaffen.

Steuerverwaltung: Gramegna äußert sich zum Personalmangel

Die Steuerverwaltung kämpft mit einer Personalnot. Mehrere Maßnahmen sollen nun Abhilfe schaffen.
Foto: Guy Jallay
Politik 13.09.2019

Steuerverwaltung: Gramegna äußert sich zum Personalmangel

Glenn SCHWALLER
Glenn SCHWALLER
Finanzminister Pierre Gramegna (DP) bezieht in seiner Antwort auf eine parlamentarische Frage Stellung zur dünnen Personaldecke bei der Steuerbehörde.

Dass die Steuerverwaltung (ACD) unter einem akuten Personalmangel leidet, ist kein Geheimnis. Der CSV-Abgeordnete Gilles Roth hakte nun bei Finanzminister Pierre Gramegna nach und erkundigte sich unter anderem nach dem Ausmaß sowie den Gründen der Personalknappheit. Dieser bezog in seiner Antwort Stellung zu den Problemen und verortet deren Ursprung auch in der Arbeit der ehemaligen Regierung unter Führung der CSV. 

So geht aus der Antwort hervor, dass innerhalb der kommenden fünf Jahre nicht weniger als 215 Mitarbeiter der Steuerbehörde das Rentenalter erreichen. Diese Angestellten würden dann auch ersetzt, so Gramegna weiter. 


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Die Ursachen dieser Personalnot seien dabei vor allem auf die Zeit vor 2013 zurückzuführen, so der Finanzminister. Seit dem Amtsantritt der Blau-Rot-Grünen-Regierung habe sich die Zahl der Neueinstellungen dann jedoch erhöht. In diesem Jahr werden so 43 neue Mitarbeiter rekrutiert, von denen jedoch 31 lediglich zeitlich befristete Arbeitsverträge erhalten. Diese können dann, je nach Bedarf, in unbefristete Verträge umgewandelt werden. 

Digitalisierung geht voran

Auch die schleppende Digitalisierung innerhalb der Behörde ist Gramegna zufolge auf die ehemalige Regierung unter CSV-Führung zurückzuführen. Diese habe zu wenig Geld in die digitale Weiterentwicklung der Steuerbehörde investiert. Seit 2013 habe sich diese Situation jedoch verändert. Als Beispiel hierfür nennt der Finanzminister die Steuererklärung für Betriebe, die nur noch über den elektronischen Weg eingereicht werden kann. Genauere Zahlen zur Nutzung der Online-Möglichkeiten kann der DP-Minister jedoch nicht vorlegen.

Im Zuge der von der Regierung geplanten Steuerreform soll die digitale Steuererklärung dann auch zunehmend Privatpersonen zur Verfügung stehen, womit die Behörde weiter entlastet würde. Auch arbeite die Steuerverwaltung in Kooperation mit dem Zentrum für Informationstechnologien des Staates (CTIE) an weiteren Projekten, um die Arbeit innerhalb der Behörde effizienter zu gestalten. Die Mitarbeiter würden auch in diesen Prozess mit eingebunden.




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