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Steigende Immobilienpreise in ganz Europa
Politik 16.01.2020 Aus unserem online-Archiv

Steigende Immobilienpreise in ganz Europa

In allen europäischen Ländern werden die Häuser teurer. Das geht aus der neuesten Studie von Eurostat hervor.

Steigende Immobilienpreise in ganz Europa

In allen europäischen Ländern werden die Häuser teurer. Das geht aus der neuesten Studie von Eurostat hervor.
Foto: Guy Wolff
Politik 16.01.2020 Aus unserem online-Archiv

Steigende Immobilienpreise in ganz Europa

Michèle GANTENBEIN
Michèle GANTENBEIN
In Luxemburg sind die Immobilienpreise innerhalb eines Jahres um über elf Prozent gestiegen. In zwei anderen Ländern Europas ist die Preissteigerung sogar noch krasser.

Zwischen dem dritten Quartal 2018 und dem dritten Quartal 2019 sind die Immobilienpreise in der EU und in der Eurozone im Schnitt um 4,1 Prozent gestiegen. Das schreibt das europäische Statistikamt Eurostat in seiner neuesten Publikation "House Price Index". In allen EU-Ländern sind die Häuser und Wohnungen in dem untersuchten Zeitraum teurer geworden.

Doch Luxemburg steht mit einer Steigerung von 11,3 Prozent "nur" an dritter Stelle. Im europäischen Vergleich zogen die Preise in Lettland (+ 13,5 Prozent) und in der Slowakei (+ 11,5 Prozent) am meisten an. Mit einer Steigerung von 10,3 Prozent liegt Portugal an vierter Stelle. In Italien (+0,4 Prozent) sind die Häuser nur geringfügig teurer geworden. Italien liegt an letzter Stelle.


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Zwischen dem zweiten und dem dritten Quartal 2019 sind die Häuser und Wohnungen in der EU im Schnitt um 1,5 Prozent gestiegen, in der Eurozone um 1,4 Prozent. Zum Vergleich: In Lettland sind die Preise in nur einem Quartal um satte 3,9 Prozent gestiegen. In Slowenien sind es 3,1 Prozent. 

  In Luxemburg sind die Preise in nur einem Quartal um 2,3 Prozent gestiegen. Damit liegt Luxemburg an siebter Stelle hinter Lettland, Slowenien, Belgien und Malta (beide +2,9 Prozent), der Slowakei (+2,6 Prozent) und Estland (+2,5 Prozent).

In anderen Ländern sind die Preise in dem Zeitraum gesunken: Zypern (-5,9 Prozent), Ungarn (-1,5 Prozent), Dänemark (-0,6 Prozent), Italien (-0,3 Prozent) und Finnland (-0,1 Prozent). 

 


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