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"Stehen vor dem Peak bei den Infektionszahlen"
Politik 01.04.2022
Santé-Direktor zu Corona

"Stehen vor dem Peak bei den Infektionszahlen"

Die Zahl der aktiven Infektionen kratzt an der 20.000er-Marke.
Santé-Direktor zu Corona

"Stehen vor dem Peak bei den Infektionszahlen"

Die Zahl der aktiven Infektionen kratzt an der 20.000er-Marke.
Foto: DPA
Politik 01.04.2022
Santé-Direktor zu Corona

"Stehen vor dem Peak bei den Infektionszahlen"

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Paulette Lenert und Corinne Cahen gaben den Parlamentariern am Freitag Auskunft über die Covid-19-Lage.

Die Mitglieder der parlamentarischen Ausschüsse für Familie und Gesundheit hatten am Freitag einen Austausch über die aktuelle Infektionslage in Luxemburg. Drei Wochen nach dem Aufheben der meisten Schutzmaßnahmen könne man einen Anstieg der Infektionszahlen feststellen, so der Santé-Direktor Jean-Claude Schmit, der gleichzeitig unterstrich, dass sich die Infektionszahlen in den Ländern, die die Schutzmaßnahmen noch nicht abgeschafft haben, ebenfalls auf hohem Niveau bewegen. Die aktuelle Virusvariante (Omikron) zeichne sich durch eine hohe Ansteckungsgefahr aus, was den Anstieg erklärt. Laut Santé könne man in den kommenden Tagen die Spitze der aktuellen Infektionswelle erwarten. 




ARCHIV - 03.02.2022, Sachsen-Anhalt, Dessau-Roßlau: Im PCR-Labor bereitet eine medizinisch technische Laborassistentin die Bearbeitung von PCR-Tests in einem Automaten vor, die innerhalb von drei Stunden in dem Automaten analysiert werden. Die Zahl der PCR-Tests auf Sars-CoV-2 und ihre Positivrate sind nach Angaben eines Laborverbands in den vergangenen Wochen deutlich zurückgegangen. (zu dpa «Labore: Test- und Infektionsgeschehen weiter rückläufig») Foto: Waltraud Grubitzsch/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Santé meldet 418 Neuinfektionen am Dienstag
Die Corona-Lage im Großherzogtum entspannt sich weiter. Mehr im Ticker.

Diese Ansicht teilt auch die Covid-19-Task-Force in ihrem neuesten Bericht (31.März). Man werde wohl noch einige Tage mit Werten von 1.500 Infektionen/Tag leben müssen. Wie stark die Zahlen danach zurückgehen könnten, sei schwer einzuschätzen, so die Experten weiter.

Derzeit liegt die Inzidenz in Luxemburg bei 1.393, was im Vergleich zur Vorwoche einen Anstieg um 17 Prozent bedeutet. Auch die Reproduktionszahl liegt mit 1,1 zu hoch. (Die Reproduktionszahl gibt an, wie viele Personen ein Infizierter ansteckt). Beruhigend ist einzig die Tatsache, dass die Zahl der hospitalisierten Personen im Wochenvergleich von 36,8 auf aktuell 25,4 zurückgegangen ist.

Covid-19 und Sterblichkeit


ARCHIV - 03.03.2022, Bayern, Freising: Eine Krankenschwester zieht im Impfzentrum Freising den Impfstoff Nuvaxovid vom Hersteller Novavax auf eine Spritze auf. Gut zwei Wochen nach dem Start der Novavax-Impfungen in Bayern ist die Nachfrage weiter gering.      (zu dpa «Hoffnungsträger Novavax wird in Bayern zum Ladenhüter») Foto: Matthias Balk/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Weniger Corona-Patienten in Krankenhäusern
Immer weniger Menschen müssen wegen einer Corona-Infektion ins Krankenhaus eingeliefert werden. Doch die Neuinfektionen steigen.

Omikron zeichnet sich generell durch einen milderen Krankheitsverlauf aus. In diesem Sinn unterstrich Schmit am Freitag vor den parlamentarischen Ausschüssen dann auch, dass von den Personen, die in letzter Zeit als Corona-Tote gemeldet wurden, die meisten multiple Pathologien aufgewiesen hätten. Um festzustellen, ob ein Patient „an“ oder „mit“ Corona gestorben sei, müsse man in jedem einzelnen Fall eine Autopsie durchführen, so Schmit.

Aktuell gebe es wegen Corona keine Übersterblichkeit. Dennoch unterstrichen die Santé-Vertreter vor den Abgeordneten die Wichtigkeit der Impfung. Die Diskussionen über eine vierte Impfdosis seien im Gang, man habe aber noch keine Entscheidung getroffen.


200 Fälle in Pflegeheimen

Aktuell sind in den Pflegeheimen rund 200 Covid-19-Fälle zu verzeichnen, so Familienministerin Corinne Cahen auf Nachfrage eines Abgeordneten. Man müsse sich angesichts der in den Heimen geltenden Einschränkungen allerdings auch um das mentale Wohlergehen der Bewohner sorgen, so die Ministerin weiter. Vielfach bedeuten die Einschränkungen einen Einschnitt in die Freiheit der Bewohner.



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