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Statec-Studie: Covid-19 drückt auf die Psyche
Politik 02.07.2020

Statec-Studie: Covid-19 drückt auf die Psyche

Statec-Studie: Covid-19 drückt auf die Psyche

Foto: Shutterstock
Politik 02.07.2020

Statec-Studie: Covid-19 drückt auf die Psyche

Die Covid-Krise verschlechtert die psychische Gesundheit der Bevölkerung. Der Statec lieferte jetzt erstmals präzise Daten.

(mth) - Die Covid-19-Krise ist auch eine psychische Gesundheitskrise, wie das nationale Statistikamt Statec jetzt anhand von neuem Zahlenmaterial offenbarte. Demnach hat sich der psychische Gesundheitszustand seit Beginn der sanitären Krise für rund ein Drittel der Einwohner verschlechtert.


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Die Gründe für diese Entwicklung sind vielschichtig. Vor allem die wirtschaftlichen Folgen der Krise haben einen negativen Einfluss auf die psychische Gesundheit. 24,7 Prozent der Befragten befürchten laut Statec, dass sich ihre berufliche Situation verschlechtern könnte, 6,4 Prozent sind in Kurzarbeit und 2,7 arbeitslos.

Ein Faktor sind auch die veränderten Arbeitsbedingungen. Eine Umfrage des Statec hat ergeben, dass Personen im Homeoffice, also während der Krise bis zu 70 Prozent der Arbeitnehmer, wöchentlich im Durchschnitt vier Stunden länger arbeiten, als jene, die keine Telearbeit leisten. Überstunden würden zudem vorwiegend an Wochenenden und abends geleistet.

Eine weitere Quelle sieht der Statec im Einkommensverlust der Haushalte in der Krise, die 16 Prozent der Bevölkerung betreffe. Der Grund liegt bei 21 Prozent der Befragten im Arbeitsplatzverlust, bei 24 Prozent in der Kurzarbeit und bei weiteren 21 Prozent im Rückgang von Geschäftseinnahmen. Für 35 Prozent sind mehrere Faktoren im Spiel.


Bayerisches Fernsehen HERZJAGEN, am Mittwoch (17.06.20) um 20:15 Uhr.
Caroline (Martina Gedeck). Weiteres Bildmaterial finden Sie unter www.br-foto.de
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Am häufigsten gab es eine gefühlte Verschlechterung der psychischen Gesundheit bei jüngeren Befragten: 37 Prozent der 18- bis 44-Jährigen gaben eine Verschlechterung an, gegenüber 22 Prozent bei den über 65-Jährigen.

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