Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Statec: Luxemburger Frauen werden mit 31 Mutter
Politik 2 Min. 07.03.2019 Aus unserem online-Archiv

Statec: Luxemburger Frauen werden mit 31 Mutter

Frauen stehen in vieler Hinsicht Männern nichts mehr nach - in manchen Punkten sind sie ihnen überlegen.

Statec: Luxemburger Frauen werden mit 31 Mutter

Frauen stehen in vieler Hinsicht Männern nichts mehr nach - in manchen Punkten sind sie ihnen überlegen.
Foto: Shutterstock
Politik 2 Min. 07.03.2019 Aus unserem online-Archiv

Statec: Luxemburger Frauen werden mit 31 Mutter

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Mit der Geburt eines ersten Kindes warten junge Frauen immer länger. Sie sind nicht unzufriedener, fühlen sich aber öfters alleine als Männer.

Im Vorfeld des internationalen Tages der Frauenrechte hat das statistische Amt Statec einige interessante Zahlen zur Situation der Frauen in Luxemburg veröffentlicht. So werden junge Frauen heute erst mit 31 Mutter (Vater wird man in Luxemburg rechnerisch mit 33 Jahren) – Anfang 2000 betrug das Durchschnittsalter noch 29 Jahre. Bekamen sie 2000 noch im Schnitt 1,78 Kinder, so fiel dieser Index auf mittlerweile 1,39. Die klassische Ehe als Familienzelle hat scheinbar an Attraktivität verloren: 42 Prozent der Nachkommen werden mittlerweile von unverheirateten Paaren gezeugt (2000: 22%).

Heirat und Berufstätigkeit


Forderung nach mehr Gleichberechtigung
Für das CID-Femmes muss der Stellenwert der Gleichbehandlung der Geschlechter auf europäischem Niveau weiter gefördert werden. Auf nationaler Ebene besteht jedoch auch noch Handlungsbedarf.

Geheiratet wird im Großherzogtum mit 31 Jahren (Männer 33 Jahre. Parallel steigt auch das Scheidungsalter von 42 (Männer 45) Jahren. Alleinerziehende Mütter verfügen im Mittel über 3495 Euro, das sind knapp 200 Euro weniger als ihre männlichen Kollegen. Gingen im Jahr  2000 noch 54 Prozent der 20-64 Jahre alten Frauen einer bezahlten Tätigkeit nach, so stieg dieser Wert bis heute auf 67%. Interessanterweise ging die Beschäftigungsrate bei den Männern im gleichen Zeitraum von 80 auf 75 Prozent zurück. Der Unterschied zwischen den Geschlechtern schmilzt in dieser Hinsicht also dahin.

Dahinschmelzen tut auch der Unterschied in Sachen Lebenserwartung: Immerhin kann der weibliche Teil der Bevölkerung im Großherzogtum auf einen Mittelwert von 84,4 Jahren hoffen, wobei die Männer mit 79,9 Jahren den Schnitt erreicht haben. Zum ersten Januar dieses Jahres lebten 299.425 Frauen in Luxemburg, 159.000 von ihnen hatte die Luxemburger Nationalität.

Weitere Fakten und Zahlen

Hier noch einige interessante Zahlen und Fakten aus der Welt der Statistik von 2017:

  • 35 Prozent der Frauen haben einen Teilzeitjob (Männer 6%)
  • In Sachen Arbeitslosigkeit herrscht Gleichberechtigung: 5,6 Prozent der Männer und Frauen suchen einen Job.
  • 29 Prozent der Frauen machten 2017 eine Dienstreise (Männer 42%)
  • Frauen gaben im Schnitt 293 Euro monatlich für Lebensmittel aus (Männer 226 Euro)
  • Im Gegenzug geben Männer mit 344 Euro deutlich mehr Geld als Frauen (200 Euro) pro Monat in Restaurants aus.
  • Den Männern ist der fahrbare Untersatz monatlich 433 Euro wert, Frauen verwenden 319 Euro für ihren Wagen.
  • Männer geben doppelt so viel Geld für audiovisuelle und informatisches Zubehör aus, Frauen investieren 2,5mal mehr als Männer in Freizeitartikel, Blumen und Pflanzen.
  • Frauen und Männer bewerten ihre Zufriedenheit gleich. Allerdings gaben mehr Frauen als Männer an, sich gelegentlich alleine zu fühlen (12 gegen 17%).
  • Frauen sind mit 40,1 Jahre im Schnitt anderthalb Jahre älter als Männer (dies erklärt sich mit der höheren Lebenserwartung).
  • Zwischen 2015 und 2017 gaben 93 Frauen-Paare sich das Ja-Wort zur Ehe, das sind 38 Prozent aller gleichgeschlechtlichen Eheschließungen.
  • 2107 lag der Anteil der bei Verkehrsunfällen getöteten Frauen bei 41 Prozent. 8 (Männer 15) Prozent der in schwere Unfälle verwickelten Damen hatten einen erhöhten Alkoholpegel im Blut, 15 (Männer 29) Prozent waren zu schnell unterwegs.
  • 33 (Männer 12) Prozent der alleine lebenden Frauen halten sich einen Hund oder eine Katze.




Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Für das CID-Femmes muss der Stellenwert der Gleichbehandlung der Geschlechter auf europäischem Niveau weiter gefördert werden. Auf nationaler Ebene besteht jedoch auch noch Handlungsbedarf.
Binnen fünf Jahren kamen in Luxemburg 63.000 Einwohner hinzu. Das ist fast doppelt so viel wie die jetzige Einwohnerzahl von Esch/Alzette. Bei der Lebenserwartung haben die Luxemburger die Nase vorn.
Binnen 50 Jahren hat Luxemburg einen Bevölkerungszuwachs von 83 Prozent verzeichnet.
2015 ist die Einwohnerzahl Luxemburgs um 2,4 Prozent auf über 576.000 gestiegen. 47 Prozent der Einwohner haben nicht die luxemburgische Staatsangehörigkeit.
Wachstum auch bei den Bevölkerungszahlen: Mehr als 576.000 Einwohner leben in Luxemburg.
Knapp 5.700 Ausländer, meist Belgier und Franzosen, haben seit 2009 die luxemburgische Staatsangehörigkeit angenommen, ohne hier zu wohnen. Möglich macht dies das Nationalitätengesetz. Unter einer Bedingung.
Es soll einfacher werden, ihn zu bekommen: der Pass mit dem Löwen.
Die Einwohner Luxemburgs zählen zu jenen Europäern, die am wahrscheinlichsten einen Privatkredit in Anspruch nehmen. Das geht aus einer Studie der ING-Bank hervor, bei der Personen aus 13 europäischen Ländern befragt wurden.
Unter den befragten Einwohnern Luxemburgs, die sich für Privatkredite entscheiden, sind verheiratete Paare deutlich stärker als Alleinstehende vertreten.