Staatsvisite in Japan: Im Land der aufgehenden Sonne
Politik 2727.11.2017

Staatsvisite in Japan: Im Land der aufgehenden Sonne

Eric Hamus
Eric Hamus

Großherzog Henri wurde am Montag zusammen mit Prinzessin Alexandra zum Auftakt der dreitägigen Staatsvisite vom kaiserlichen Ehepaar in Tokio empfangen.

(bb/ham) - „Yokoso Nihon e oide kudasaimashita“ - Willkommen in Japan, hieß es am Montagmorgen in Tokio, als Großherzog Henri zusammen mit Prinzessin Alexandra im Rahmen der offiziellen Staatsvisite vom kaiserlichen Ehepaar empfangen wurde. Fürs Geschäft hingegen ist eine hundertköpfige Wirtschaftsdelegation zuständig. „Das grenzt an eine Rekordteilnahme“, meint z.B. der Chef der Luxemburger Handelskammer, Carlo Thelen.

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Neben Vize- und Wirtschaftsminister Etienne Schneider nehmen auch Außenminister Jean Asselborn sowie Finanzminister Pierre Gramegna an der Visite teil.

Japan fasziniert natürlich durch seine Kontraste zwischen dynamischen Millionenmetropolen und traditioneller Kultur aus Tempelgängen und Teezeremonien. Doch mit der Staatsvisite wittern auch viele das große Geschäft in einem Land, das 126 Millionen potenzielle Kunden zählt. „Japan ist bereits heute der 15. bedeutendste Handelspartner Luxemburgs, alle Warenaustausche und Dienstleistungen zusammengenommen“, so Carlo Thelen. Luxemburg wisse besonders mit seinen Finanzdienstleistungen im Reich der aufgehenden Sonne zu punkten.

Drei Tage lang dauert die offizielle Staatsvisite. Neben dem Empfang im Kaiserpalast und der Sofia Universität am Montag, wird der Großherzog auch das Japan-Luxembourg Business Forum eröffnen. Am Abend dann steht eine Visite im Hama House auf dem Programm, wo Wirtschaftsminister Etienne Schneider ein Luxembourg-Popup-Café einweihen wird. In den folgenden Tagen ist u.a. noch eine Besichtigung des Tsukuba Space Center geplant und ein Empfang beim japanischen Premier Shinzo Abe.

Seit genau 90 Jahren pflegen Luxemburg und Japan diplomatische Beziehungen. Der erste japanische Botschafter für Luxemburg war im Jahr 1927 akkreditiert worden und hatte seinen Sitz in Brüssel.

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