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Staatshaushalt 2017: Neue Online-Pressehilfe: Die Bedingungen
Tageszeitungen werden in Luxemburg vom Staat unterstützt. Ab 2017 gilt das auch für online-Nachrichtenangebote.

Staatshaushalt 2017: Neue Online-Pressehilfe: Die Bedingungen

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Tageszeitungen werden in Luxemburg vom Staat unterstützt. Ab 2017 gilt das auch für online-Nachrichtenangebote.
Politik 09.12.2016

Staatshaushalt 2017: Neue Online-Pressehilfe: Die Bedingungen

Tom RUEDELL
Tom RUEDELL
Tageszeitungen in Luxemburg werden vom Staat finanziell unterstützt. Neu ist, dass die Hilfe ab 2017 auch auf reine Onlinemedien ausgedehnt wird. Medienminister Xavier Bettel sprach am Freitag über die Neuregelung.

(tom/BB) - Wie schon in den vergangenen Jahren werden Tageszeitungen in Luxemburg auch im Staatshaushalt 2017 vom Staat unterstützt. Ein Betrag von 7,4 Millionen Euro ist dafür eingeplant. Damit soll sichergestellt werden, dass auf einem kleinen Markt wie Luxemburg eine Vielfalt von Presseprodukten angeboten werden können.

Im kommenden Jahr werden erstmals auch reine Onlineangebote von der Pressehilfe profitieren können. Medienminister Xavier Bettel gab am Freitag einen Einblick in die Bedingungen, die ein Onlinemedium dafür erfüllen muss. 

Reine Onlineangebote können pro Medium bis zu 100.000 Euro pro Jahr erhalten, wenn sie reine Informationsangebote sind. Die dort zur Verfügung gestellten Nachrichten müssen tagesaktuell sein. Bei dem Medium müssen mindestens zwei Journalisten angestellt sein, die eine eigenständige  Berichterstattung gewährleisten. Wer nur bereits bestehende Beiträge umschreibt oder für das Netz umbaut, hat keinen Anspruch auf die Förderung.

Des weiteren muss, wie bei konventionellen Medien auch, das presserechtlich verankerte Antwortrecht gegeben sein -  das bedeutet, wer sich durch die Berichterstattung in einem Medium angegriffen fühlt, muss sich über eine Richtigstellung wehren können.

Ein ganz wichtiger Punkt betrifft die Frage, wie viel das erhaltene Geld im Gesamtbudget ausmachen kann. Die Unterstützung darf maximal 50 Prozent ausmachen, erklärte Premierminister Xavier Bettel. Das zur Verfügung bestehende Budget zum Betrieb der Website muss also nachgewiesenermaßen mindestens doppelt so hoch sein als die zu erwartende Fördersumme.

Die klassische Pressehilfe für Printmedien bleibe von der Neuerung für online-Produkte unangetastet, so Bettel.



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