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Staatsfinanzen im Aufwind
Politik 22.06.2018 Aus unserem online-Archiv

Staatsfinanzen im Aufwind

Bei der Erstellung der 2017er Haushaltsvorlage war man noch von einem Defizit von 850,9 Millionen Euro ausgegangen.

Staatsfinanzen im Aufwind

Bei der Erstellung der 2017er Haushaltsvorlage war man noch von einem Defizit von 850,9 Millionen Euro ausgegangen.
Pierre Matgé
Politik 22.06.2018 Aus unserem online-Archiv

Staatsfinanzen im Aufwind

Am Freitag schloss die Regierung das Budgetjahr 2017 ab. Finanzminister Pierre Gramegna sieht die Finanzpolitik der Regierung bestätigt.

Am Freitag verabschiedete der Regierungsrat den Gesetzentwurf zur Begleichung der Staatsfinanzen für 2017. Das vergangene Jahr konnte mit einem Überschuss von 1.352,9 Millionen Euro abgeschlossen werden, bei Erstellung des Budgets hatte man noch mit einem Defizit von 850,9 Millionen gerechnet.


CNFP-Direktor Yves Nosbusch empfiehlt den kompetenten Autoritäten rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen, damit die Staatsschulden nicht explodieren.
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2017 endete unter dem Strich - nach Rückzahlung von Anleihen und unter Berücksichtigung von außergewöhnlichen Belastungen - mit einem Fehlbetrag von 293,0 Millionen Euro. Das voraussichtliche Defizit von 850,9 Millionen Euro wurde somit um 557,9 Millionen Euro verbessert.

Die Verbesserung gegenüber dem verabschiedeten Haushalt ist vorrangig auf gestiegene Steuereinnahmen zurückzuführen, die trotz der Steuerreform entstanden sind. Die Ausgaben entwickeln sich mit einer Abweichung von 0,34 Prozent weitgehend im Einklang mit dem verabschiedeten Haushalt.

Die Darstellung der Zahlen nach dem europäischen Rechnungslegungsstandard SEC2010 zeigt für 2017 einen Zentralstaatssaldo von -220 Millionen Euro, was einer Verbesserung von 661 Millionen Euro im Vergleich zum Haushaltsplan entspricht.

Für Finanzminister Pierre Gramegna spiegelt die schrittweise Verbesserung der öffentlichen Finanzen in der laufenden Legislaturperiode die Solidität der Finanzpolitik.


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