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Staatsdefizit beläuft sich auf 117 Millionen Euro
Politik 22.03.2021

Staatsdefizit beläuft sich auf 117 Millionen Euro

Bei den Akzisen sind die Einnahmen in den ersten beiden Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr um 17,9 Prozent eingebrochen.

Staatsdefizit beläuft sich auf 117 Millionen Euro

Bei den Akzisen sind die Einnahmen in den ersten beiden Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr um 17,9 Prozent eingebrochen.
Foto: Shutterstock
Politik 22.03.2021

Staatsdefizit beläuft sich auf 117 Millionen Euro

Finanzminister Pierre Gramegna informiert die Parlamentarier über die Situation der Staatsfinanzen - und gibt sich vorsichtig zuversichtlich.

Finanzminister Pierre Gramegna (DP) gibt sich zuversichtlich, was die Entwicklung der Staatsfinanzen in diesem Jahr betrifft. Die Einnahmen in den ersten beiden Monaten liegen bei 3,4 Milliarden Euro - 3,8 Prozent mehr als in den Vergleichsmonaten 2020, als das Land noch von der Krise verschont war. Das teilte Gramegna am Montag den Mitgliedern der parlamentarischen Finanz- und Budgetkontrollkommission mit.


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Im Januar dieses Jahres hat der Zentralstaat bei Einnahmen von 1,8 Milliarden und Ausgaben von 1,9 Milliarden Euro ein Defizit eingefahren. Die Situation ist dennoch besser als 2020.

Bis Ende Februar nahm der Staat 1,650 Milliarden Euro an direkten Steuern ein - 9,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Enregistrement (TVA) verzeichnete Einnahmen in Höhe von 1,148 Milliarden Euro - ein Prozent mehr als im Vorjahr. Einzig die Einnahmen der Zollverwaltung (Akzisen) sind eingebrochen, um 17,9 Prozent auf 253 Millionen Euro. Grund für diesen Rückgang sei der pandemiebedingte wirtschaftliche Abschwung, die Heimarbeit sowie die Einführung der CO2-Steuer, schreibt das Finanzministerium am Montag in einer Pressemitteilung.  

Die Ausgaben beim Zentralstaat liegen bei 3,5 Milliarden Euro - 1,6 Prozent mehr als 2020. Die Investitionen liegen bei 215 Millionen Euro, das entspricht einer Steigerung von 12,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ende Februar wies die Staatskasse ein Defizit von 117 Millionen Euro auf. 2020 lag das Defizit bei 189 Millionen Euro. 

Dass die Einnahmen sich in den ersten beiden Monaten stärker entwickelt haben als die Ausgaben wertet der Finanzminister als Zeichen für einen zaghaften wirtschaftlichen Wiederaufschwung. Zuversicht zieht Pierre Gramegna auch aus den Prognosen des Statec, wonach sich der Einbruch der Wirtschaftsleistung (BIP) im vergangenen Jahr auf -1,3 Prozent beschränken werde. Das wäre eines der besten Ergebnisse in der EU, so das Finanzministerium.

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