Spitalgesetz : AMMD trifft Lydia Mutsch
(ml) - Die Ärztevereinigung AMMD ist bereit sich mit Gesundheitsministerin Lydia Mutsch an einen Tisch zu setzen, um über die geplante Reform des Spitalgesetzes zu diskutieren. Man nehme das Gesprächsangebot der Ministerin an, heißt es in einer knappen Pressemitteilung. Lydia Mutsch habe vergangene Woche drei mögliche Termine für den Meinungsaustausch unterbreitet. Ein genaues Datum wird nicht genannt.
Die Unterredung soll erst nach der außerordentlichen AMMD-Generalversammlung stattfinden. Am 1. März werden die Mitglieder der Ärztevereinigung über mögliche Protestveranstaltungen entscheiden. Dem Vernehmen nach gilt es als eher unwahrscheinlich, dass die Ärzte einen Streik beschließen werden.
Vergiftetes Klima
Dass beide Seiten sich nun aufeinander zubewegen, ist zumindest ein Hoffnungsschimmer. In den vergangenen Wochen war das Klima zwischen der Gesundheitsministerin und den Ärztevertretern allerdings derart vergiftet, dass es fraglich bleibt, ob die Unterredung Früchte tragen wird.
Die Ärzte befürchten, dass sie mit dem neuen Spitalgesetz in ihrer therapeutischen Freiheit eingeschränkt werden. Wenn budgetäre Vorgaben im Vordergrund stünden, könnten die Ärzte ihren Beruf nicht mehr ausüben, meinte AMMD-Präsident Alain Schmit. In einem RTL-Interview beschuldigte er die Ministerin, mit alternativen Fakten zu arbeiten. Deshalb sollte sie sich die Frage stellen, ob sie nicht fehl am Platz sei.
Die Ärzte seien nicht die einzigen, die wüssten, was gut für Patienten sei, konterte Lydia Mutsch. Den Vorwurf, dass sich das Gesundheitssystem einer Sparlogik unterwerfe, lässt die LSAP-Ministerin nicht gelten. Auch werde die Freiheit der Ärzte keineswegs eingeschränkt.
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