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Sozialisten stellen ihre Wahlkampagne vor: "LSAP fir haut a fir muer"
Politik 2 Min. 15.06.2017

Sozialisten stellen ihre Wahlkampagne vor: "LSAP fir haut a fir muer"

 "Gemeindewahlen werden nicht in der Parteizentrale gewonnen, sondern in den Lokalsektionen", erklärte Generalsekretär Yves Cruchten.

Sozialisten stellen ihre Wahlkampagne vor: "LSAP fir haut a fir muer"

"Gemeindewahlen werden nicht in der Parteizentrale gewonnen, sondern in den Lokalsektionen", erklärte Generalsekretär Yves Cruchten.
Foto: Christophe Olinger
Politik 2 Min. 15.06.2017

Sozialisten stellen ihre Wahlkampagne vor: "LSAP fir haut a fir muer"

Danielle SCHUMACHER
Danielle SCHUMACHER
"LSAP fir haut a fir muer". Unter diesem Motto startet die LSAP in den Kommunalwahlkampf. Schwerpunkte sind die Themen Lebensqualität, Wohnen und Familie.

(DS) - Die Sozialisten stellen  ihre Kampagne für die Kommunalwahlen im Herbst unter das Motto "LSAP fir haut a fir muer". Auch wenn die Prioritäten in den einzelnen Gemeinden sehr unterschiedlich seien, so gebe es aber einige Probleme, die  überall im Land auf kommunaler Ebene auftauchen, so der LSAP-Generalsekretär  Yves Cruchten am Mittwochabend.

Die Lösungsansätze für die "gemeinsamen Probleme", die man "heute angehen muss, damit sie morgen gelöst werden können" findet man im LSAP-Wahlprogramm. Ihre Schwerpunkte legen die Sozialisten auf die Themen Lebensqualität, das Wohnen  und Familie.

Foto. Christophe olinger

Das Thema Lebensqualität wollen die Sozialisten dabei sehr weit gefächert sehen. Es geht um die Verkehrsproblematik, die Umwelt und vieles mehr. Es geht der LSAP aber auch um die Betreuung und die Erziehung der Kinder und Jugendlichen. Ganz oben auf der Liste der Prioritäten steht aber das Thema Wohnungsbau. Wohnraum müsse wieder bezahlbar werden, so der zentrale Ansatz.

Dass die Sozialisten ihre Wahlkampagne gerade in Schifflingen auf "der Fräiheetsplaz" vorgestellt haben, kommt nicht von ungefähr. Sie wollten sich bewusst von den anderen Parteien abgrenzen. Statt das Programm im Rahmen einer Pressekonferenz in der Parteizentrale bekannt zu machen, haben die Verantwortlichen sich  für eine ihrer Hochburgen im Süden des Landes entschieden. Die Sozialisten wollen bodenständig sein, sie wollen nahe am Wähler sein, und sie wollen  wieder stärker als  "Arbeiterpartei" wahrgenommen werden.

Kritik an der CSV

So wunderte es denn auch nicht, dass die Kritik an der CSV ziemlich gepfeffert ausfiel. In Schifflingen wohnt nämlich auch der Parteipräsident der Christsozialen,  und Marc Spautz  "soll hören, was wir zu sagen haben", erklärte Yves Cruchten in seiner Rede.  Im Gegensatz zur LSAP sei die CSV die Partei des "Nichttuns und des Nichtssagens". Zudem würden die Christsozialen alles schlechtreden.

25 Listen liegen vor

Im Augenblick liegen erst 25 Listen der LSAP vor. Die restlichen sollen in den nächsten Wochen folgen, denn die Sozialisten wollen in allen 45 Proporzgemeinden antreten: "Gemeindewahlen werden nicht in der Parteizentrale gewonnen, sondern in den Lokalsektionen", erklärte Generalsekretär Yves Cruchten. Parteipräsident Claude Haagen meinte, die Listen seien ein Spiegelbild der Geselllschaft, damit alle Bürger sich wiederfinden. Haagen sprach sich zudem, für ein Fair-Play im Wahlkampf aus.

Und trotzdem hat die Partei bei den Gemeindewahlen auch die nationale Ebene im Blick. Man wolle auch eine nationale Botschaft senden, so Cruchten weiter. Die LSAP sei die Partei des Fortschritts, die LSAP blicke stets nach vorn: "Wir wollen die Zukunft in unserem Land von unseren Gemeinden gestalten. Damit es uns heute und auch morgen gut geht."




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