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Sonntagsfrage: CSV verliert vier Prozentpunkte
Politik 3 Min. 11.06.2018 Aus unserem online-Archiv

Sonntagsfrage: CSV verliert vier Prozentpunkte

Nach dem Wahlbezirk Osten, nehmen wir am Dienstagabend die Stimmung im Norden unter die Lupe. Die Resultate der Sonntagsfrage werden um 18 Uhr veröffentlicht.

Sonntagsfrage: CSV verliert vier Prozentpunkte

Nach dem Wahlbezirk Osten, nehmen wir am Dienstagabend die Stimmung im Norden unter die Lupe. Die Resultate der Sonntagsfrage werden um 18 Uhr veröffentlicht.
Foto: LW-Archiv
Politik 3 Min. 11.06.2018 Aus unserem online-Archiv

Sonntagsfrage: CSV verliert vier Prozentpunkte

Danielle SCHUMACHER
Danielle SCHUMACHER
Wenn am Sonntag Wahlen wären, würde die CSV im Osten im Vergleich zum Dezember 2017 an Zustimmung verlieren. Auch die ADR würde Einbußen hinnehmen müssen. Déi Lénk könnten sich hingegen verbessern.

Vier Monate vor den Wahlen steigt die Stimmung. Doch bei der Sonntagsfrage bleibt im Osten die ganz große Überraschung aus. Vielmehr werden die Trends der letzten Monate bestätigt.

Auf die Frage, welcher Partei sie die meisten Stimmen geben würden, wenn am Sonntag Wahlen wären, geben 6,3 Prozent der Befragten im Osten Déi Lénk an.  Mit einem Plus von 3,5 Prozentpunkten gegenüber der Sonntagsfrage vom Dezember 2017 können die Linken den größten Zuwachs aller Parteien verbuchen. Der Vergleich zum Wahlresultat vom Oktober 2013 fällt mit einem Zuwachs von 3,2 Prozentpunkten ebenfalls deutlich aus.  Für einen Sitz reicht es aber dennoch nicht.

Weniger Glück hat hingegen die CSV, die im Vergleich zum Dezember vier Prozentpunkte an Zustimmung verliert. Vor sechs Monaten brachte sie es noch auf  40,1 Prozent, im Mai muss sie sich mit 36,1 Prozent zufrieden geben.  Im Mai 2017 erreichten  Christsozialen  noch einen Wert von 44,8 Prozent. Im Vergleich zum Wahlresultat von 2013 muss die Partei einen leichten Verlust von 0,8 Prozentpunkten  hinnehmen. Damals lag sie bei 36,9 Prozent.

Drei Sitze für die CSV

An der Sitzverteilung im Osten ändert sich für die CSV indes nichts, weder im Vergleich zum Dezember noch zum letzten Wahlresultat: Wenn am Sonntag Wahlen wären, würde die Partei drei der sieben Mandate erhalten.

Die DP würde hingegen  einen Sitz im Vergleich zum Oktober 2013 verlieren. Wie schon im Dezember mussten sich die Liberalen im Osten  mit einem Mandat begnügen. Allerdings kann sich die Partei festigen. Mit einer Zustimmung von 17,7 Prozent legt sie gegenüber Dezember ganz leicht um 0,8 Prozentpunkte zu. Zum Wahlresultat von 2013 (18,6 Prozent) fehlen aber 0,9 Prozentpunkte.

LSAP kann sich stabilisiern

Bei der LSAP fällt das Minus im Vergleich zum Wahlresultat wesentlich deutlicher aus: Immerhin drei Prozentpunkte büßen die Sozialisten  gegenüber Oktober 2013 ein. Wie die DP konnte sich die LSAP aber stabilisieren. Nach 11,1 Prozent im Dezember  bringt sie es im Mai 2018  auf eine Zustimmung von 11,6 Prozent.  Das sehr leichte Plus von 0,5 Prozentpunkten vermag aber nicht darüber hinweg zu täuschen, dass die LSAP seit der ersten Sonntagsfrage von „Luxemburger Wort“ und RTL kontinuierlich verliert: Im Dezember 2016  brachte sie es noch auf 14,4 Prozent. Dennoch kann sie ihren Sitz verteidigen.


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Auch die Grünen würden ihren Sitz halten können, wenn am Sonntag gewählt würde. In Prozenten gewinnen sie leicht hinzu und steigen von 13 Prozent im Dezember  im Mai nun auf  14,6 Prozent.  Mit 1,6 Prozentpunkten fällt der Zuwachs in der Sonntagsfrage aber nicht ganz so deutlich aus, wie das Plus bei der aktuellen Politmonitor-Umfrage. Wie für alle anderen Werte auch, gilt hier ebenso: Beim Politmonitor handelt es sich um eine Momentaufnahme, während die Sonntagsfrage auch längerfristigen Überlegungen der Wähler Rechnung trägt. Im Oktober 2013 hatten die Grünen es übrigens auf einen Stimmenanteil von 13,1 Prozent gebracht.

Die ADR verliert

Die ADR kann sich in der Sonntagsfrage nicht behaupten, seit Ende letzten Jahres ging die Zustimmung um 2,5 Prozentpunkte zurück. Hätten damals noch 12,2 Prozent der Wähler der Reformpartei die meisten Stimmen gegeben, so sind es im Mai nur noch 9,7 Prozent. Trotz des Rückgangs würde es aber noch für einen Sitz im Osten reichen. Im Vergleich zu den Wahlen vor fünf Jahren verzeichnet die ADR ein leichtes Plus von einem Punkt. Ob die Reformpartei von ihrem Schulterschluss mit der Initiative Wee 2050 profitieren kann, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar.

Ebenfalls unbeantwortet bleibt im Moment die Frage, ob das neue Bündnis zwischen PID und Piraten die Wähler überzeugen kann. Beide Parteien bleiben gegenüber Dezember mit einem minimalen Plus von 0,1 beziehungsweise von 0,2 Prozentpunkten nahezu konstant. Auch im Vergleich zum letzten Wahlresultat gibt es kaum Verschiebungen.

  • Die „Sonndesfro“ wurde im Auftrag vom „Luxemburger Wort“ und RTL von TNS Ilres erhoben. Die Umfrage ist über einen Zeitraum von sechs Monaten erfolgt, belegt demnach einen längerfristigen Stimmungstrend als die kurzfristige, ereignisgetriebene Stimmungslage. Zwischen Anfang Dezember 2017 und Ende Mai 2018 wurden 3.521 Wahlberechtigte befragt, 987 im Zentrum, 1.411 im Süden, 647 im Norden und 476 im Osten. Die Auswertung wurde von Dr. Fritz Krauss durchgeführt. Hierbei wurde die Rückerinnerung, die Wahlabsicht, das letzte Wahlresultat und die Matrix (Rückerinnerung und Wahlabsicht) berücksichtigt. Absolute und proportionale Korrekturen der Bruttoresultate garantieren das bestmögliche Ergebnis. Die Angaben zur Methodologie wurden bei der ALIA (alia.lu) hinterlegt.

Nach dem Wahlbezirk Osten, nehmen wir am Dienstagabend die Stimmung im Norden unter die Lupe. Die Resultate der Sonntagsfrage werden um 18 Uhr veröffentlicht.


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