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Sonndesfro zur bevorzugten Koalition: CSV-Déi Gréng als Favorit
Politik 2 Min. 15.12.2017

Sonndesfro zur bevorzugten Koalition: CSV-Déi Gréng als Favorit

Politik 2 Min. 15.12.2017

Sonndesfro zur bevorzugten Koalition: CSV-Déi Gréng als Favorit

Bérengère BEFFORT
Bérengère BEFFORT
TNS-Ilres hat nachgefragt: Die nächste Regierung könnte ein Bündnis zwischen CSV und Déi Gréng sein, schätzen die Wähler. "Schwarz-Grün" ist auch der meist genannte persönliche Favorit. Aber ohne allzu große Überzeugung.

(BB) - "Schwarz-Grün", lautet die meist genannte Antwort der Wähler. Dabei hatte TNS-Ilres im letzten Teil der Sonndesfro wissen wollen: Wen wünschen Sie sich für die kommenden fünf Jahren in der Regierungsverantwortung? Und wer hätte ihrer Meinung nach die besten Chancen in die Regierung zu gelangen.

Zwei Fragen also, auf die es mehrheitlich die gleiche Antwort gibt, und die dennoch eine andere Bedeutung haben. Einmal geht es um die Präferenz der Wähler, sprich ihre Wunschkoalition. Und in der zweiten Frage handelt es sich um eine pragmatische Einstufung, also die erwartete Koalition.

Nun erhält ein Bündnis aus CSV und Déi Gréng mit 16 Prozent die höchste Zustimmung. Doch das Ergebnis ist dicht gefolgt von einer möglichen Koalition zwischen CSV und DP (12 Prozent), einer Neuauflage der Dreierkoalition (12 Prozent) und einer großen Koalition zwischen CSV und LSAP (11 Prozent).

Vor einem Jahr hatte "Schwarz-Grün" zum Vergleich einen leicht höheren Vorsprung mit 17 Prozent. Eine Dreierkoalition aus DP-LSAP-Déi Gréng kam damals an dritter Stelle mit 11 Prozent.

26 Prozent für historisch erstes "CSV-Déi Gréng"-Bündnis

Befragt TNS-Ilres die Wähler nach ihrer Erwartung, klettert ein Bündnis zwischen CSV und Déi Gréng auf 26 Prozentpunkte. Diese Konstellation gilt also auch auf rationaler Ebene als Favorit. Eine Koalition zwischen CSV und LSAP, oder auch zwischen CSV und DP kommen liegen weiter in der Wählergunst zurück mit 16 Prozent.

So können sich die meisten Wähler eine schwarz-grüne Koalition vorstellen, die es bislang in der Geschichte des Landes nie gegeben hat. Stellten vor 2013 immer abwechselnd die Sozialisten oder die Liberalen den Juniorpartner der CSV, so werden nun auch Déi Gréng als Regierungspartner ernst genommen.

Eine Neuauflage der jetzigen Dreierkoalition wird übrigens von lediglich acht Prozent der Befragten für wahrscheinlich gehalten. Dabei verrät die Umfrage auch: In 58 Prozent der genannten Antworten stellt die CSV einen der beiden Regierungspartner. Spitzenkandidat Claude Wiseler und seine Mitstreiter haben also gute Chancen, die harte Oppositionsbank zu verlassen.

Bei den Stammwählern

Befragt TNS-Ilres die Stammwähler der einzelnen Parteien, glauben nur die Anhänger der CSV und von Déi Gréng, dass sich "Schwarz-Grün" durchsetzt. Und das mit 37 Prozent für grüne Stammwähler, und mit 35 Prozent für die Anhänger der Christlich-Sozialen.

Die Stammwähler der DP und jene der LSAP gehen eher davon aus, dass sich ihre jeweilige Partei zum Mehrheitsbündnis mit der CSV zusammenschließt. Allerdings: Bei den persönlichen Wünschen würden sie eine Fortsetzung der Dreierkoalition vorziehen.

Die Stammwähler von Déi Gréng träumen übrigens von einem Bündnis zwischen der LSAP und den Grünen. Aber wie gesagt, wenn es um die wahrscheinlichste Einschätzung geht, würde kein Weg an der CSV vorbeiführen.

Zur Sonntagsfrage:

Der Stimmungsmonitor "Sonndesfro" wurde von TNS Ilres im Auftrag von „Luxemburger Wort“ und RTL durchgeführt. Dabei handelt es sich um einen Stimmungstrend über ein paar Monate, und nicht um eine Wahlprognose. Zwischen Ende Mai und Ende November 2017 wurden 4.726 wahlberechtigte Einwohner mit luxemburgischer Nationalität über 18 Jahre befragt (Zentrum: 1.393, Süden: 1.807, Norden: 872, Osten: 654). Es gibt keine Gewichtung der Rohdaten. Absolute und proportionale Korrekturen garantieren das bestmögliche Ergebnis. Die Angaben zur Methodologie wurden bei der ALIA (alia.lu) hinterlegt.





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