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Sommerferien ade
Politik 3 Min. 17.09.2018 Aus unserem online-Archiv

Sommerferien ade

Sommerferien ade

Foto: Pierre Matgé
Politik 3 Min. 17.09.2018 Aus unserem online-Archiv

Sommerferien ade

Michèle GANTENBEIN
Michèle GANTENBEIN
Heute beginnt für mehr als 56.000 Grundschulkinder der Ernst des Lebens. Die einen betreten Neuland, die anderen wissen genau, was sie erwartet. Und mit Sicherheit gibt es viele Kinder, die sich auf die Schule und ihre Lehrer freuen. Die Sekundarschüler drücken erst ab Mittwoch die Schulbank. Die wichtigsten Neuerungen und Änderungen im Überblick.
  • Neue Sektionen im Secondaire

    Die Ecole d'hôtellerie et de tourisme Luxembourg in Diekirch bildet Schüler in Hotelmanagement aus.

    Im Lycée Josy Barthel in Mamer wird erstmals die Sektion Architektur, Design und nachhaltige Entwicklung angeboten.

    Im Lycée technique in Ettelbrück können Schüler die Sektion Umweltwissenschaften belegen.

    Die Sektion Sozialwissenschaften wird ab diesem Jahr in mehreren Schulen ab der 4e ESG angeboten.

    Die Sektion Gesundheitswissenschaften, die auf Ausbildungszweige wie Physiotherapeut, Ernährungsberater oder Ergotherapeut vorbereitet, wird jetzt im allgemeinen Sekundarschulunterricht (ESG) ab 2e angeboten.

    Das Escher Lycée de garçons folgt dem Beispiel des hauptstädtischen Kolléisch und bietet eine englischsprachige gymnasiale Ausbildung an. Die Schule startet dieses Jahr mit einer 6e und einer 5e.

4 von 5

Grundschullehrern

sind weiblich.

  • Französisch im Zyklus 2.1

    Nach der Einführung der sprachlichen Frühförderung in den Kinderbetreuungsstrukturen und im Précoce (Zyklus 1) wird die französische Sprache ab diesem Jahr auch im Zyklus 2.1 vermittelt. Es geht um den spielerischen Umgang mit der Sprache.

  • 84 spezialisierte Lehrer (IEBS)

    In den Grundschulen werden bis 2020 150 Instituteurs spécialisés dans la scolarisation des élèves à besoins éducatifs particuliers ou spécifiques (IEBS) eingestellt, für die Arbeit mit Kindern mit speziellem Förderbedarf. Für dieses Schuljahr hat das Ministerium 36 spezialisierte Lehrer rekrutiert. Damit steigt deren Zahl auf 84. In seltenen Fällen ist ein IEBS für mehrere nah beieinander liegende Schulen zuständig. Das ist zum Beispiel in der Hauptstadt der Fall.

2 neue

Schulen

öffnen jetzt ihre Türen: das

Lycée Edward Steichen in Clerf (LESC) und die internationale Schule in Bad Mondorf (EIMB).

  • 145 Quereinsteiger

    Wegen des Lehrermangels wurden in diesem Jahr erstmals so genannte Quereinsteiger eingestellt. Von den 237 Quereinsteigern, die nicht die regulären Bedingungen für eine Lehrerkarriere erfüllen, haben 92 ein Lehrerdiplom, aber keinen Concours. Unter den 145 Quereinsteigern ohne Lehrerausbildung sind 46 Lehrbeauftragte, die bereits Teil des Schulsystems sind. Bleiben also noch 99 Quereinsteiger ohne Lehrerausbildung und ohne Erfahrung. Sie haben einen Crashkurs am Institut de formation de l'éducation nationale (IFEN) besucht. Die Rekrutierung von Quereinsteigern ist gesetzlich auf fünf Jahre begrenzt.

Im öffentlichen Grundschul

system arbeiten 5.296 Lehrer (85,1 Prozent), 827 Lehrbeauftragte (13,3 Prozent) mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag (CDI) und 103 Personen mit

einem befristeten Arbeitsvertrag (CDD). 

  • ESG mit neuer Struktur

    Die Jahrgangsstufen im allgemeinen Sekundarunterricht (vorher Technique) wurden an den klassischen Sekundarunterricht angepasst und die Klassennummerierung vereinheitlicht (7e bis 1re). Die Unterstufe gliedert sich in 7G, 6G, 5G, das Régime préparatoire (Modulaire) wurde in 7e, 6e und 5e de préparation umbenannt.

  • Leistungs- und Aufbaukurse im ESG

    In der Unterstufe des allgemeinen Sekundarunterrichts (7e, 6e und 5e) werden die Hauptfächer (Mathematik, Deutsch, Französisch, ab 5e auch Englisch) auf zwei Leistungsebenen unterricht: Aufbaukurs (niveau de base) und Leistungskurs (niveau avancé). Die Orientierung erfolgt auf Basis der Jahresergebnisse der Schüler in den einzelnen Fächern. Übergang von 7e auf 6e: Ab einem Notendurchschnitt von 40 Punkten ist der Schüler automatisch im Leistungskurs, ab einem Jahresdurchschnitt von 35 abwärts automatisch im Aufbaukurs. Bei Noten zwischen 36 und 39 entscheidet der Klassenrat aufgrund der Arbeitshaltung, der Motivation und des Potenzials der Schüler, welchen Kurs sie belegen.

  • Abschlussexamen im ESG

    Im allgemeinen Sekundarunterricht tritt die Reform des Abschlussexamens in Kraft. Die Zahl der schriftlichen Prüfungen wird auf sechs (vorher bis zu zehn), die der mündlichen Prüfungen auf zwei reduziert. Damit möchte man den Schülern zu besseren Abschlüssen verhelfen und ihre Erfolgschancen in weiterführenden Schulen erhöhen.


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