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So werden die Daten von Covid-Patienten gesichert
Politik 12.04.2021 Aus unserem online-Archiv

So werden die Daten von Covid-Patienten gesichert

Die Daten von Menschen, die positiv getestet wurden, werden gespeichert.

So werden die Daten von Covid-Patienten gesichert

Die Daten von Menschen, die positiv getestet wurden, werden gespeichert.
Foto: Thomas Frey/dpa
Politik 12.04.2021 Aus unserem online-Archiv

So werden die Daten von Covid-Patienten gesichert

Wer Zugang zu den persönlichen Daten von positiv getesteten Personen erhält, entscheidet die Gesundheitsdirektion. Zusammen mit dem Centre des technologies de l'information de l'Etat kümmert sie sich auch um die Sicherung.

(SC) - Im Zuge der Corona-Pandemie fallen in Luxemburg wie im Ausland viele zusätzliche Daten an. Recherchen, Studien und Statistiken sollen dazu beitragen, die Ausbreitung des Virus im Großherzogtum besser verfolgen zu können. Als Basis dafür dienen die Daten der Menschen, die bereits positiv getestet wurden. Doch was passiert mit den persönlichen Informationen dieser Menschen? Diese Frage stellte der ADR-Abgeordnete Jeff Engelen der Gesundheitsministerin Paulette Lenert.


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Stellvertretend für die Ministerin antwortete Anne Calteux, Premier Conseiller de Gouvernement: „Die persönlichen Daten, die von der Gesundheitsdirektion auf Basis der 'loi modifiée du 17 juillet 2020 sur les mesures de lutte contre la pandémie Covid-19' gesammelt und verarbeitet werden, werden entweder direkt von der Gesundheitsdirektion gespeichert, auf Server unter ihrer Verantwortung, oder vom Centre des technologies de l'information de l'Etat (CTIE)." Bei der Sicherung der Daten greife man demnach auf keine internationalen Dienstleister zurück.

Die Liste derer, die potenziell Zugriff auf die Datensätze erhalten können, ist recht umfangreich. Zu ihnen gehören Ärzte und andere Angestellte im Gesundheitssektor, Staatsbeamte und Mitarbeiter, die „dem Ministerium zur Verfügung gestellt wurden“. Zudem kann die Gesundheitsdirektion Personen benennen, die Zugang erhalten sollen.


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Nicht jeder, der in diese Kategorien fällt, kann die Datensätze allerdings auch automatisch einsehen oder nutzen: „Zugang wird von der Gesundheitsdirektion auf Basis des Kriteriums der Notwendigkeit („need to know“) erlaubt." Zugangsanfragen würden überprüft und einem internen Validierungsprozess unterzogen. Die nationale Datenschutzkommission (CNPD) sei über das System, in dem die persönlichen Daten gespeichert werden, in Kenntnis gesetzt worden. Ein Gutachten der Kommission liege jedoch nicht vor, so Calteux.

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