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SEW und Unel fordern Schüler zum Boykott auf
Politik 04.05.2020 Aus unserem online-Archiv

SEW und Unel fordern Schüler zum Boykott auf

Schüler mit Schutzmasken am Montagmorgen.

SEW und Unel fordern Schüler zum Boykott auf

Schüler mit Schutzmasken am Montagmorgen.
Politik 04.05.2020 Aus unserem online-Archiv

SEW und Unel fordern Schüler zum Boykott auf

Die beiden Gewerkschaften fordern Schüler der Abschlussklassen zum zivilen Ungehorsam auf: Sie sollen physisch dem Unterricht fern bleiben.

Die Lehrergewerkschaft SEW/OGBL und die Schülervertretung Unel fordern in einer Pressemitteilung die Schüler aller Abschlussklassen, die ab Montagmorgen wieder zum Unterricht erscheinen, dazu auf, der Anwesenheitspflicht während der kommenden Woche nicht Folge zu leisten und stattdessen wie in den vergangenen Wochen via Fernunterricht teilzunehmen, falls sie aufgrund des Infektionsrisikos Angst und Bedenken haben, am Unterricht im Klassensaal teilzunehmen.


Lok , Athenee , Schulstart Primaner , Coronakrise , Covid-19 , Sars-CoV-2, Foto:Guy Jallay/Luxemburger Wort
Primaner drücken von Montag an wieder die Schulbank
Seit Montag besuchen landesweit alle Abschlussschüler den Unterricht - unter besonderen Vorkehrungen.

Grund für die Forderung sei die mangelnde Dialogbereitschaft von Bildungsminister Claude Meisch und dessen Weigerung, der Forderung der Gewerkschaften, die Anwesenheitspflicht vom 4. bis 8. Mai der Abschlussklassen aufzuheben, nachzukommen.

In der Pressemitteilung heißt es: "Das Infektionsrisiko kurz vor den Abschlussexamina sowie der enorme psychische Druck, der diese außergewöhnliche Situation auf viele SchülerInnen ausübt, sollten vom Bildungsministerium nicht ignoriert werden". Zudem führe die Anwesenheitspflicht für Abschlussklassen "zu einer noch eklatanteren Chancenungleichheit zwischen den Schülern der formation professionnelle und den Schülern des restlichen Sekundarunterrichts", da Erstere nach wie vor nicht die Möglichkeit hätten, aus Krankheitsgründen versäumte Abschlussprüfungen an einer „journée de repêchage“ nachzuschreiben.


Lehrer, Eltern und Schüler blicken der Schulöffnung mit gemischten Gefühlen entgegen.
Forderungen der Lehrer- und Schülervertreter an Claude Meisch
Kinder des Zyklus 1 sollen zu Hause bleiben können und die Primaner sollen in der Woche des 4. Mai zwischen direktem und Fernunterricht wählen können, fordern die Lehrergewerkschaften und Schülerorganisationen.

Die Gewerkschaften hoffen nun, "dass die Lehrkräfte, Verständnis für die Ängste und Sorgen der Schüler der Abschlussklassen zeigen und die physische Abwesenheit im Unterricht vom 4. bis 8. Mai nicht sanktionieren". Das SEW/OGBL betont, dass die Lehrer der Abschlussklassen ab dem 4. Mai in den Klassenräumen präsent sein würden.

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