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Seenotrettung: Bisher 41 Menschen in Luxemburg aufgenommen
Politik 11.09.2019

Seenotrettung: Bisher 41 Menschen in Luxemburg aufgenommen

In diesem Jahr ertranken bereits über 800 Menschen auf dem Mittelmeer.

Seenotrettung: Bisher 41 Menschen in Luxemburg aufgenommen

In diesem Jahr ertranken bereits über 800 Menschen auf dem Mittelmeer.
Foto: AFP
Politik 11.09.2019

Seenotrettung: Bisher 41 Menschen in Luxemburg aufgenommen

Glenn SCHWALLER
Glenn SCHWALLER
Außen-und Immigrationsminister Jean Asselborn hat in seiner Antwort auf eine parlamentarische Frage aus den Reihen der ADR neue Zahlen zur Beteiligung Luxemburgs an der Verteilung von Asylbewerbern gegeben.

Seit 2018 hat Luxemburg demnach 41 Asylbewerber aus Seenotrettungsmissionen aufgenommen, darunter 39 Männer sowie eine Frau und ein Kind. Die meisten Menschen stammen dabei aus dem Sudan, Eritrea und Somalia. Dies geht aus der Antwort Asselborns auf eine entsprechende parlamentarische Frage des ADR-Politikers Fernand Kartheiser hervor. Dieser wollte sich über die luxemburgische Beteiligung an der Verteilung von Flüchtlingen aus maritimen Hilfsaktionen informieren. 

Die Menschen, die über diesen Weg nach Luxemburg stoßen, verfügen demnach über den offiziellen Status eines Asylbewerbers und müssen somit auch die dafür vorgesehenen Prozeduren durchlaufen, so Asselborn weiter. 

Langwierige Verfahren

Lediglich zwei der insgesamt 41 Asylbewerber haben aktuell einen internationalen Schutzstatus zugesprochen bekommen, bei den restlichen 39 Personen sei das Entscheidungsverfahren noch nicht abgeschlossen. Eine Familienzusammenführung hat es Asselborn zufolge bisher noch nicht gegeben. 


ARCHIV - 29.06.2019, ---, Mittelmeer: HANDOUT- Dieses von der Seenotrettungsorganisation Sea-Eye zur Verfügung gestellte Foto zeigt das Seenotrettungsschiff «Alan Kurdi». Die Situation an Bord der «Alan Kurdi» wird immer dramatischer. Einer der acht Migranten, die seit dem 31. August auf hoher See festsitzen, habe versucht, über Bord zu springen, teilte der Sprecher des Regensburger Vereins Sea-Eye am Sonntag (08.09.2019) via Twitter mit. Foto: Fabian Heinz/Sea-Eye/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++
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Insgesamt sind bisher mehr als 840 Menschen aus der Seenotrettung in der EU aufgenommen worden, Frankreich leistet dabei mit der Aufnahme von 580 Asylbewerbern aktuell den größten Beitrag, gefolgt von Deutschland, Spanien und Portugal. 

Kein Weg zurück nach Libyen 

Asselborn äußerte sich auch zu der rechtlichen Grundlage solcher Hilfsmissionen. Jedem Schiff, das sich im Bereich der Seenotrettung beteiligt, muss der Zugang zu einem sicheren Hafen gewährleistet werden. Auf Kartheisers Frage hin, ob solche sicheren Häfen auch in Afrika sein könnten, antwortete der Außenminister, dass bereits viele Flüchtlinge nach Tunesien gebracht wurden. Die Anfahrt eines libyschen Hafens schloss er hingegen aus. Im Zuge der anhaltenden Kämpfe und Menschenrechtsverletzungen in dem nordafrikanischen Land könnte hier nicht von sicheren Häfen die Rede sein, so Asselborn weiter. 


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