Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Secondaire: Neuerungen bei der Lehrerrekrutierung
Politik 10.03.2016

Secondaire: Neuerungen bei der Lehrerrekrutierung

Das Bildungsministerium erweitert die Zugangsbestimmungen zum Examen-Concours im Secondaire, um mehr Kandidaten für die Lehrerausbildung zu rekrutieren.

Secondaire: Neuerungen bei der Lehrerrekrutierung

Das Bildungsministerium erweitert die Zugangsbestimmungen zum Examen-Concours im Secondaire, um mehr Kandidaten für die Lehrerausbildung zu rekrutieren.
Foto: Chris Karaba
Politik 10.03.2016

Secondaire: Neuerungen bei der Lehrerrekrutierung

Michèle GANTENBEIN
Michèle GANTENBEIN
Die Zugangsbestimmungen zum Examen-Concours im Secondaire werden erweitert, um mehr Kandidaten für die Lehrerausbildung zu rekrutieren. Am Donnerstag gab Bildungsminister Claude Meisch die Änderungen bekannt.

(mig) - Der tiefgreifende gesellschaftliche Wandel stellt die Schulen und die Lehrer vor neue Herausforderungen. Um die Lehrer besser auf ihre Aufgaben vorzubereiten und um die Zahl der Kandidaten zu erhöhen, sind Änderungen bei der Rekrutierung der Lehrer im Secondaire classique und Secondaire technique geplant. Am Donnerstag stellte Bildungsminister Claude Meisch die Änderungen vor. 

  • Neben dem Fachwissen wird während der Ausbildung künftig größeren Wert auf die didaktischen, die pädagogischen und sozialen Kompetenzen der Kandidaten gelegt.
  • Um zum Examen-Concours zugelassen zu werden, müssen die Kandidaten laut dem aktuellen Gesetz in dem Fach, das sie unterrichten wollen, einen Bachelor- und einen Masterabschluss vorweisen. Heutzutage werden die Bachelor- und Masterabschlüsse aber nicht mehr zwangsläufig im gleichen Fach absolviert. Viele Studenten machen „akademische Umwege“ und stehen am Ende mit einem Bachelor und einem Master in zwei verschiedenen Fachrichtungen da, oder aber sie absolvieren kombinierte Studiengänge.

Drei Zugangswege

Um zum Examen-Concours zugelassen zu werden, sind weiterhin ein Bachelor und ein Master erforderlich, aber die Zugangsbestimmungen werden erweitert. Zugelassen sind Kandidaten mit:

  1. einem Bachelor und einem Master in dem zu unterrichtenden Fach (wie bisher)
  2. einem Bachelor in dem zu unterrichtenden Fach und einem Master in Pädagogik/Didaktik mit Bezug auf das Unterrichtsfach
  3. mit einem Bachelor und einem Master, wobei nur ein Abschluss sich auf das zu unterrichtende Fach beziehen muss.

Mit den zusätzlichen Profilen möchte man die Zahl der potenziellen Kandidaten erhöhen. Der Gesetzentwurf wurde am 25. Februar hinterlegt. Die Änderungen sollen für den Examen-Concours 2016/17 in Kraft treten.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Das Wichtigste fehlt
„Das Land braucht gute Lehrer, die guten Unterricht machen, damit die Kinder gute Perspektiven haben."
Der Lehrermangel macht dem Bildungsministerium schwer zu schaffen.
Neue Pisa-Ergebnisse: Luxemburg hat nichts dazugelernt
In Luxemburg versagt jeder vierte 15-Jährige bei einfachsten mathematischen Aufgaben. Nicht viel besser schneiden die Schüler in den Bereichen Lesen und Naturwissenschaften ab. Das geht aus den Pisa-Ergebnissen 2012 hervor.
Um Schülern aus sozial benachteiligten Familien bessere Bildungschancen einzuräumen, setzt die Regierung auf multilinguale Frühförderung in den Betreuungseinrichtungen.
Fapel: Zukunft der Kinder steht auf dem Spiel
Der Dachverband der Elternvereinigungen und Elternvertreter, macht sich Sorgen um die Zukunft der Kinder. Die Familien- und Bildungspolitik werfe immer mehr Fragen auf, ohne Antworten zu geben.
Der Dachverband der Elternvereinigungen möchte, dass der Staat Eltern, die eine Auszeit nehmen wollen, um sich um ihren Nachwuchs zu kümmern, stärker unterstützt.
Sekundarschule: Die Lycée-Reform kommt
Mehr Freiraum bei der Gestaltung der Sektionen, neue Fächer, neues Abschlussexamen: Noch vor der Sommerpause will Bildungsminister Claude Meisch seine Sekundarschulreform auf den Instanzenweg bringen.
Mit seiner Lycée-Reform möchte Bildungsminister Claude Meisch erreichen, dass sich die Schullandschaft weiter diversifiziert.
Lehrbeauftragte: Schluss mit zweifelhaften Praktiken
Manche Chargés im Secondaire leiden unter prekären Arbeitsbedingungen, die sie in finanzielle Schwierigkeiten bringen können. In seiner Antwort auf zwei parlamentarische Anfragen zum Thema erklärt Bildungsminister Claude Meisch, was er dagegen tun möchte.
Lehrbeauftragte im Secondaire haben die gleichen Pflichten wie diplomierte Lehrer, aber längst nicht die gleichen Rechte.
Concours für Sekundarlehrer: Neue Lehrer braucht das Land
Das Bildungsministerium hat 160 neue Sekundarlehrer rekrutiert. 155 Kandidaten haben die Prüfung nicht bestanden. 63 durften nicht daran teilnehmen, weil sie die gesetzlich vorgeschriebenen Diplome nicht vorweisen konnten. Dieses Hindernis will das Ministerium nun aus dem Weg räumen.
Das Bildungsministerum hat 160 neue Sekundarlehrer für das kommende Schuljahr rekrutiert.