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Schweigeminute am Donnerstag vor den Krankenhäusern
Politik 23.11.2021
Aufruf und Warnung

Schweigeminute am Donnerstag vor den Krankenhäusern

Das Krankenhauspersonal stößt an seine Belastbarkeitsgrenzen.
Aufruf und Warnung

Schweigeminute am Donnerstag vor den Krankenhäusern

Das Krankenhauspersonal stößt an seine Belastbarkeitsgrenzen.
Foto: Shutterstock
Politik 23.11.2021
Aufruf und Warnung

Schweigeminute am Donnerstag vor den Krankenhäusern

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Mit einer Protestaktion reagieren die Ärzte und Krankenpfleger auf gefährliche Desinformation und Impfgegner.

Ärzte und Krankenpfleger wollen am Donnerstag eine Schweigeminute vor den jeweiligen Spitälern organisieren. Sie sind wegen der aktuellen Entwicklung der Infektionszahlen besorgt und versuchen, auf die besorgniserregende Entwicklung aufmerksam zu machen und diskret Druck auf Impfverweigerer ausüben. 

An der Spitze der Bewegung steht der Anästhesist Marco Klop aus den Hôpitaux Robert Schuman. „Es kann nicht sein, dass wir in der Arbeit ersticken und nebenbei geradewegs gegen eine Mauer rennen“, so der Mann gegenüber „L'essentiel“.

Eingriffe würden mittlerweile wieder verschoben, das Personal der Intensivpflegestationen sei überlastet und auf der anderen Seite drohe die Situation aus dem Ruder zu laufen, ohne dass konkret gegengesteuert werde. Aus diesem Grund hat sich das Gesundheitspersonal – jene Menschen, die tagtäglich die Patienten pflegen müssen – zusammengetan, um einen Hilferuf zu tun.


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Die Schweigeminute soll am Donnerstagmittag vor den Krankenhäusern und Covid-Pflegeeinrichtungen stattfinden und alle zwei Wochen wiederholt werden. Die Bewegung sieht sich auch als Gegenreaktion auf die „Marches blanches“ der Covid-Leugner und Verschwörungstheoretiker. Man will die gezielte Desinformation an den Pranger stellen. Klop versteht die Bedenken der Impfgegner, aber „das Virus tötet und die Impfstoffe stellen eine wirksame Waffe gegen die gefürchteten schweren Krankheitsverläufe dar“.

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