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Schulen öffnen nach den Ferien - Maskenpflicht im Unterricht
Politik 2 12.02.2021 Aus unserem online-Archiv

Schulen öffnen nach den Ferien - Maskenpflicht im Unterricht

Bildungsminister Claude Meisch unterstreicht die Bedeutung von direktem Kontakt, vor allem für Kleinkinder.

Schulen öffnen nach den Ferien - Maskenpflicht im Unterricht

Bildungsminister Claude Meisch unterstreicht die Bedeutung von direktem Kontakt, vor allem für Kleinkinder.
Foto: Anouk Antony
Politik 2 12.02.2021 Aus unserem online-Archiv

Schulen öffnen nach den Ferien - Maskenpflicht im Unterricht

Marc HOSCHEID
Marc HOSCHEID
Wie Bildungsminister Claude Meisch am Freitag mitgeteilt hat, werden sämtliche Bildungseinrichtungen am 22. Februar wieder öffnen. Allerdings wird eine Maskenpflicht eingeführt.

„Die Schulen sollten als Letztes schließen.“ So fasste Bildungsminister Claude Meisch (DP) am Freitag die Erwartungshaltung aller Akteure zusammen und kündigte die Wiedereröffnung sämtlicher Bildungseinrichtungen, also sowohl Grundschulen als auch Lyzeen, Kompetenzzentren und Maisons relais, zum 22. Februar an. Der soziale und direkte Kontakt sei für die Jugendlichen zu wichtig und die Kollateralschäden durch den Fernunterricht zu groß, um sie länger als die vergangenen zwei Wochen geschlossen zu lassen.

Um eine weitere Verbreitung des Corona-Virus dennoch zu verhindern, gilt ab dem 22. Februar eine generelle Maskenpflicht in den Schulen, also auch während des Unterrichts. Ausgenommen sind lediglich der Cycle 1 sowie Schüler mit spezifischen Bedürfnissen.

Schnelltests ab März

Es soll zudem verstärkt getestet werden. Das Personal aus dem Bildungsbereich erhält flächendeckend eine Einladung zum Large Scale Testing. Wer diese nicht erhält, kann sich über die Mailadresse testing@men.lu beim Ministerium melden. Zusammen mit dem Gesundheitsministerium werden Schnelltests angeschafft, die ab März an die Schulen ausgeteilt werden sollen.

Künftig darf ein Schüler die Quarantäne zudem nur noch mit einem negativen Testergebnis verlassen. Meisch gab zu, dass es hier in der Vergangenheit zu Nachlässigkeiten gekommen war.

Britische Virusvariante als Ursache

Die erhöhten Infektionszahlen in den Schulen führt Meisch auf die immer stärker verbreitete britische Mutation des Corona-Virus zurück. Es sei vor der Schließung der Schulen zu immer mehr Clustern gekommen, bei 30 Prozent der Infektionen habe es einen direkten Zusammenhang gegeben.


ARCHIV - 17.11.2020, Bayern, München: ILLUSTRATION - Ein Mund- und Nasentschutz liegt im Unterricht in einem Geographie-Seminar in der Jahrgangsstufe elf am staatlichen Gymnasium Trudering auf einem Weltalas, während im Hintergrund die Schülerinnen und Schüler mit Mund- und Nasenschutz zu sehen sind. Vor der nächsten Runde der Regierungschefs, bei der es auch um neue Corona-Regeln in Schulen gehen könnte, raten Experten bei Mund-Nasen-Bedeckungen auf das korrekte Tragen zu achten. (zu dpa «Experten: Gut sitzende Masken und Lüften für Schulunterricht wichtig») Foto: Matthias Balk/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Der Minister konnte nicht ausschließen, dass die Schulen zu einem späteren Zeitpunkt, möglicherweise um die Osterferien, wieder geschlossen werden, wenn die sanitäre Situation dies verlangt. Bevor man allerdings erneut komplett auf Homeschooling setze, werde man in einem Zwischenschritt zunächst in den Grundschulen den Präsenzunterricht auf den Morgen begrenzen. Im Lyzeum würde das System des alternierenden Unterrichts auf die 6ième- und 5ième-Klassen ausgeweitet, womit nur noch die Schüler der 7ième- sowie der Abschlussklassen normalen Präsenzunterricht hätten.


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