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Schneider rudert zurück
2016 kündigten Wirtschaftsminister Etienne Schneider und Kyriakos Filippou (v.l.), directeur opérationnel von Fage International, eine Joghurtfabrik in Bettemburg an.

Schneider rudert zurück

Foto: Gerry Huberty
2016 kündigten Wirtschaftsminister Etienne Schneider und Kyriakos Filippou (v.l.), directeur opérationnel von Fage International, eine Joghurtfabrik in Bettemburg an.
Politik 26.09.2018

Schneider rudert zurück

Mehrfach hatte Wirtschaftsminister Schneider behauptet, der Joghurthersteller Fage habe bereits 60 Millionen Steuern an den Staat gezahlt. Dabei sind es nur 450.000 Euro.

(TJ) - Fage, jenes Unternehme, das bereits in Bettemburg ein Grundstück zum Bau einer Joghurtfabrik vom Staat erworben hat, soll im Laufe der vergangenen zwei Jahre bereits 60 Millionen Steuern an den Staat überwiesen haben - dies hatte Wirtschaftsminister Etienne Schneider mehrfach öffentlich behauptet.


Zone Industrielle Wolser, Foto Lex Kleren
Der große Hunger nach mehr Fläche
Statt 698 Hektar sieht der neue „Plan sectoriel“ 477 Hektar für Industriegebiete im Land vor – ein Spagat zwischen Re-Industrialisierung, einer nachhaltiger ausgerichteten Wirtschaft und dem viel beschworenen „qualitativen Wachstum“.

Das online-Magazin Reporter hatte vergangene Woche über die Firma berichtet und hochgerechnet, dass die tatsächlich überwiesene Summe deutlich niedriger liegt - nämlich bei knapp 450.000 Euro.

Schneider hat sich mittlerweile für die Falschinformation entschuldigt. Er habe von seinen Dienststellen die falsche Zahl geliefert bekommen und sie nicht überprüft.


Bauchweh wegen Joghurtfabrik
Die Pläne für eine Joghurtfabrik sorgen in Bettemburg für Bauchweh. Der Gemeinderat fordert die Regierung auf, diese Niederlassungspläne zu überdenken. Allerdings ohne die Stimmen der LSAP.

Die geplante Fabrik hat - wegen des enormen Wasserverbrauchs - in Bettemburg bereits zu hitzigen Debatten geführt.