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Schneider: keine Impfpflicht geplant
Politik 09.04.2019

Schneider: keine Impfpflicht geplant

Schneider: keine Impfpflicht geplant

Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa
Politik 09.04.2019

Schneider: keine Impfpflicht geplant

Die Impfrate in Luxemburg bereitet der Regierung derzeit keine Sorgen. Man wolle weiter auf Aufklärung setzen, statt Vorschriften zu machen.

(mth) - Vor dem Hintergrund des rezenten Masernausbruchs in Luxemburg plant Gesundheitsminister Etienne Schneider derzeit nicht die Einführung einer Impfpflicht. Dies geht aus seiner Antwort auf eine parlamentarische Frage der Abgeordneten Nancy Arendt (CSV) hervor, die sich auf den rezenten Ausbruch bezieht.


Innerhalb einiger Tage bildet sich bei einer Masernerkrankung ein Ausschlag im Gesicht und hinter den Ohren, der sich dann über den ganzen Körper ausbreitet.
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Welche Folgen ein mangelnder Impfschutz haben kann, zeigt der aktuelle Masernausbruch. Er ist auf Impfkritiker zurückzuführen.

Bei  Masern betrage die Impfrate für das Jahr 2018 "exzellente" 98,7 Prozent, was die Erstimpfung betreffe. Bei der zweiten Impfung falle die Rate leider auf 87,2 Prozent. Anstrebenswert seien 95 Prozent, um eine zuverlässige Eindämmung zu gewährleisten.

Auch wenn man eine Zunahme von Falschinformationen und impfkritischer Propaganda im Netz feststellen müsse, steige sich die Impfquote weiter leicht an. Deshalb wolle die Regierung auch weiter ihre Politik der Information und Aufklärung fortsetzen und plane derzeit keine Impfpflicht wie beispielsweise in Frankreich.


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