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Scheidungsreform: Schluss mit dem Gezerre um die Kinder
Bei allen Entscheidungen, die mit einer Scheidung einhergehen, muss das Kindeswohl oberstes Gebot sein.

Scheidungsreform: Schluss mit dem Gezerre um die Kinder

Foto: Shutterstock
Bei allen Entscheidungen, die mit einer Scheidung einhergehen, muss das Kindeswohl oberstes Gebot sein.
Politik 3 Min. 19.05.2017

Scheidungsreform: Schluss mit dem Gezerre um die Kinder

Michèle GANTENBEIN
Michèle GANTENBEIN
Mit der geplanten Scheidungsreform sollen Scheidungen künftig schneller und friedlicher über die Bühne gehen. Kernpunkte sind die Einführung des Familienrichters und des gemeinsamen elterlichen Sorgerechts.

Von Michèle Gantenbein

Das geplante Scheidungsgesetz bringt viele Verbesserungen. Die Scheidung „pour faute“ wird abgeschafft. Entweder man trennt sich einvernehmlich und wird sich in allen Fragen einig – das ist der Idealfall – oder man trennt sich, weil man feststellt, dass die Ehe gescheitert ist. Kein Auflisten mehr von Vorwürfen gegen den Partner, die die ohnehin angespannte Situation noch verschärfen, oft zu Lasten der Kinder. „Die Aggressivität wird herausgelöst“, sagt Joëlle Christen.

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