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Sainte Marie soll in Esch bleiben
Politik 24.02.2015 Aus unserem online-Archiv
Spitalplan

Sainte Marie soll in Esch bleiben

Nach 2019 wird die Klinik Sainte Marie keine amtliche Genehmigung mehr erhalten.
Spitalplan

Sainte Marie soll in Esch bleiben

Nach 2019 wird die Klinik Sainte Marie keine amtliche Genehmigung mehr erhalten.
Foto: Gerry Huberty
Politik 24.02.2015 Aus unserem online-Archiv
Spitalplan

Sainte Marie soll in Esch bleiben

3.300 Unterschriften sind am Montag im Rahmen einer Petition an Parlamentspräsident Mars Di Bartolomeo überreicht worden. Die Unterzeichner wollen das Aus der Escher Klinik verhindern.

(jag / BB) - Rund 215 Angestellte arbeiten zur Zeit in der Klinik Sainte Marie in Esch/Alzette. Mit dem Spitalplan soll die Klinik schrittweise ihre Bettenzahl reduzieren und wird nach 2019 keine amtliche Genehmigung mehr erhalten. Die 60 verbleibenden Betten könnten dann an Partnerspitäler des Krankenhäuserverbunds Robert Schuman übertragen werden.

Die Beschäftigten fürchten um ihre Arbeitsplätze, dies obwohl Gesundheitsministerin Lydia Mutsch versicherte, dass das Personal im Kirchberg-Krankenhaus oder in der Zitha-Klinik übernommen werden könnte. Die Personalvertreter halten dagegen, dass es kaum realistisch ist, dass andere Spitäler im Handumdrehen 215 neue Mitarbeiter aufnehmen.

Die Personaldelegation verteidigt jedenfalls das bestehende Angebot in Esch, das sich besonders den Bereichen Geriatrie und Rehabilitation widmet. Seit einigen Jahren hat die Klinik einen Wandel vollzogen, um sich in der Altenpflege zu spezialisieren. "Wir haben uns umgestellt und dennoch haben wir keine Zukunft", beanstandet der Vorsitzende der Personalvertretung, Thomas Klein. Ein Aus der Klinik sei demnach nicht nachvollziehbar - nicht zuletzt, weil die Bevölkerung stets wachse und der Versorgungsbedarf hoch bleibe.

Mit der am Montag überreichten Petition will man den Forderungen des Personals noch einmal Nachdruck verleihen. Zu den 3.300 Unterzeichnern würden viele Patienten zählen, die sich einen Erhalt der Klinik und ihres Versorgungsangebots wünschen.


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