Runde fünf der Koalitionsverhandlungen
Am Freitag bot sich das gleiche Bild wie in den vergangenen Tagen. Die Journalisten warteten vor dem Außenministerium auf die Koalitionspartner. Als erster erreichte Marc Hansen (DP) das Bâtiment Mansfeld, schlich sich aber an der Presse vorbei ins Ministerium. Erst sein Parteikollege Xavier Bettel antwortete auf die Fragen der Journalisten.
Doch wie so üblich rückte der Formateur nicht mit neuen Informationen raus. "Zuerst werden wir das Regierungsprogramm fertigstellen, danach stellen wir uns den Personalfragen", beteuerte Bettel. Auch die Frage, wer Luxemburg demnächst in Brüssel in der Kommission vertreten wird, ließ der DP-Mann offen: "Wir können in dieser Personalfrage erst eine Entscheidung treffen, wenn die Kommission uns das Profil für den Posten mitgeteilt hat."
Großes Schweigen
Während Bettel die Journalisten weiter vertröstete, trafen auch déi Gréng beim Außenministerium ein. Außer einem "Moien" war von ihnen aber nichts zu erfahren. Gleiches galt für die LSAP-Leute, die ebenfalls schnurstracks den Weg ins Ministerium suchten.
Etienne Schneider, der nach seinen Parteikollegen eintraf, war zwar gesprächsbereit, wollte aber ebenfalls keine Details preisgeben. Auf die Frage, was er von der erneuten Stellungnahme der LSAP-Linken hält, antwortete er knapp: "Ich hatte heute noch keine Zeit, den Brief zu lesen." In ihrem Schreiben ruft die LSAP-Linke um die beiden Politiker Nico Wennmacher und Nando Pasqualoni zu internen Reformen innerhalb der sozialistischen Partei auf.
Am Freitag diskutierten Blau-Rot-Grün von 14 bis 17 Uhr. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 21. November angesetzt. Danach sind bis zum 28. November drei weitere Treffen angesetzt.
