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RTL Télé Lëtzebuerg : Guy Weber wird Chefredakteur
Politik 2 Min. 15.02.2017 Aus unserem online-Archiv

RTL Télé Lëtzebuerg : Guy Weber wird Chefredakteur

Guy Weber leitet mit sofortiger Wirkung die Redaktion von RTL Télé Lëtzebuerg.

RTL Télé Lëtzebuerg : Guy Weber wird Chefredakteur

Guy Weber leitet mit sofortiger Wirkung die Redaktion von RTL Télé Lëtzebuerg.
Foto: RTL
Politik 2 Min. 15.02.2017 Aus unserem online-Archiv

RTL Télé Lëtzebuerg : Guy Weber wird Chefredakteur

Maxime LEMMER
Maxime LEMMER
Seit Wochen dreht sich das Personalkarussell bei RTL: Nach dem Abgang des langjährigen Chefredakteurs von RTL Télé Lëtzebuerg, Alain Rousseau, übernimmt nun Guy Weber das Zepter.

(ml) - Guy Weber wurde zum neuen Chefredakteur des Fernsehsenders RTL Télé Lëtzebuerg ernannt. Der 53-Jährige wird Nachfolger von Alain Rousseau, der nach zehnjährigem Wirken seinen Posten zur Verfügung gestellt hatte. Weber übernimmt seine neue Herausforderung mit "sofortiger Wirkung" an, heißt es weiter. Die beiden bisherigen beigeordneten Chefredakteure Frank Goetz und Caroline Mart stehen ihm zur Seite. Caroline Mart wurde damit beauftragt, neue Konzepte auszuarbeiten und voranzutreiben.

Guy Weber studierte Historische Wissenschaften und verfügt über einen Master-Abschluss an der Schule für Journalismus in Straßburg. Seine journalistische Laufbahn begann 1988 bei RTL Radio Lëtzebuerg. Zwei Jahre später wechselte er zum damaligen Stahlkonzern Arbed, wo er im Bereich der Kommunikation tätig war. Ab 1994 widmete er sich wieder dem Journalismus, zunächst als Sportjournalist beim luxemburgischen Fernsehsender. Zwei Jahre leitete er den Ressort Sport. Seit 1998 ist Guy Weber Nachrichtenchef bei RTL Télé Lëtzebuerg.

Die Folgen der Lunghi-Affäre

In den vergangenen Wochen drehte sich das Personalkarussell bei RTL Lëtzebuerg mächtig. Innerhalb von weniger als drei Monaten gab es insgesamt drei Abgänge in Führungspositionen.  Die Unruhen nahmen mit der Affäre Lunghi ihren Lauf. Das umstrittene Interview mit Ex-Mudam-Direktor Enrico Lunghi hatte für Meinungsverschiedenheiten zwischen Redaktion und RTL gesorgt.

Die Sendung "Den Nol op de Kapp", in welcher der Beitrag ausgestrahlt worden war, wurde inzwischen abgesetzt und soll nach der Ausarbeitung eines neuen Konzeptes neu gestartet werden. Von der Medienaufsicht  „Autorité luxembourgeoise indépendante de l’audiovisuel“ (ALIA) erhielt RTL eine Rüge.

Starkes Defizit des Monopolsenders

Am 2. Dezember hatte RTL-Generaldirektor Alain Berwick seinen Posten zur Verfügung gestellt. Für ihn rückte der ehemalige Eldoradio-Direktor Christophe Goossens nach. Ende Januar warf RTL-Télé-Chefredakteur Alain Rousseau das Handtuch. Auch bei RTL Radio Lëtzebuerg kam es an der Spitze der Redaktion zu einem Wechsel. Roy Grotz löste Chefredakteur Guy Kaiser ab, der seine Rentenansprüche geltend machte.

Derzeit verhandeln der luxemburgische Staat und die CLT-UFA über einen neuen Konzessionsvertrag. Die Gespräche sollen Ende April abgeschlossen werden. Die Laufzeit der vorigen Verträge betrug in der Regel zehn Jahre. Künftig sind es deren nur noch drei. Die Finanzierungskosten des luxemburgischen Fernsehsenders werden auf rund 20 Millionen Euro pro Jahr geschätzt. Ab 2021 soll der Staat jährlich bis zu 13 Millionen Euro zur Finanzierung des stark defizitären Senders beisteuern.

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