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Rote Zahlen im Pflegesektor: "Help" sieht Handlungsbedarf
Politik 25.06.2015 Aus unserem online-Archiv

Rote Zahlen im Pflegesektor: "Help" sieht Handlungsbedarf

Help zählt fast 1.200 Mitarbeiter.

Rote Zahlen im Pflegesektor: "Help" sieht Handlungsbedarf

Help zählt fast 1.200 Mitarbeiter.
Foto: Screenshot
Politik 25.06.2015 Aus unserem online-Archiv

Rote Zahlen im Pflegesektor: "Help" sieht Handlungsbedarf

Nach den Hiobsbotschaften von Hëllef doheem konnte man gespannt sein, wie es bei der Konkurrenz aussieht. 2014 schrieb "Help" einen Verlust von 75.000 Euro. Die Verantwortlichen sehen Handlungsbedarf.

(ml/TJ/BB) - Der größte Dienstleister des Pflegesektors Hëllef doheem schreibt rote Zahlen. Ein Sozialplan mit massivem Stellenabbau schwebt als Damoklesschwert über den Angestellten. Schuld an der Misere seien externe Umstände und insbesondere strengere Regeln der Krankenkasse, so dass die Stiftung ihre Kosten nicht mehr decken konnte, so die Führungsetage.

Am Donnerstag traten die Verantwortlichen der Konkurrenz Help vor die Presse und nahmen Stellung zu der aktuellen Situation im Pflegebereich. Im vergangenen Jahr schrieb Help einen Verlust von 75.000 Euro. Der Umsatz betrug 57 Millionen Euro. Die Reserven belaufen sich auf zehn Millionen Euro. Die Lage sei zwar nicht so dramatisch wie bei Hëllef doheem, trotzdem müsse man die weitere Entwicklung im Auge behalten, sagte Help-Präsident Paul Bach. Für 2015 geht das Pflegenetzwerk von einem weiteren und höheren Defizit aus.

Auch Generaldirektor Michel Simonis sieht Handlungsbedarf: "Wenn wir am Prinzip der eingefrorenen CNS-Tarifen festhalten, wird es bis 2017 schwierig." Angesichts der strengeren Vorgabe bei der Verteilung der Leistungen, könne man nicht bis zur Reform der Pflegeversicherung im Jahr 2017 warten.

Help beschäftigt derzeit 1.194 Mitarbeiter und betreut 12.718 Kunden. Täglich sind rund 500 Dienstwagen im Einsatz. Die Verantwortlichen von "Help" sprechen sich deutlich dafür aus, den "service universel" beizubehalten, d. h., dass überall im Land und nicht nur in den Ballungszentren Leistungen angeboten werden. Laut Simonis sollten die Gelder zwischen den Leistungsträgern gerechter verteilt werden. Wenn ein Betrieb eine nationale Dienstleistung im Pflegebereich anbietet, sollte der Staat dem auch Rechnung tragen. 

Hëllef doheem war u. a. durch eine einmalige Investition im Bereich der Informatik in eine finanzielle Schieflage geraten. Help verfügt über das gleiche System wie Hellef doheem. Die Verantwortlichen von Help betonten, dass ein leistungsfähiges System unabdingbar sei, um die zahlreichen Dienstleistungen verwalten zu können.


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