Rom-Besuch

Premier Bettel beim Papst und bei Renzi

Luxemburg unterstützt italienischen Premier in der Flüchtlingskrise

(rar) - Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel wurde am Donnerstagmorgen im  Vatikan von Papst Franziskus in Privataudienz empfangen. Bei dem Gespräch des Regierungschefs mit dem Oberhaupt der katholischen Kirche ging es um die Beziehungen zwischen Luxemburg und dem Heiligen Stuhl sowie die internationale Lage.

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Dabei kamen vor allem die Themen der Luxemburger EU-Ratspräsidentschaft zur Sprache, wie die Regierung nach dem Treffen mitteilte. Der Papst habe sich vor allem für die politischen Entwicklungen in der Flüchtlingskrise interessiert. Franziskus wiederholte seinen Appell für internationale Solidarität. Die Kirche sei bereit zu konkreten Schritten, wie der Aufnahme von Flüchtlingen durch die Pfarreien in aller Welt.

Bettel überreichte dem Papst als Gastgeschenk das Buch von Erny Gillen „Wie ein Papst Kurien-Krankheiten heilen kann“. Der Autor, bis Februar 2015 Generalvikar der katholischen Kirche in Luxemburg, fordert darin die Entmachtung der römischen Kurie. Er greift damit offene Aussagen des Papstes auf und formuliert sie in seinem Buch teilweise wesentlich schärfer aus

Wenige Tage vor Bettel war die Luxemburger Umweltministerin Carole Dieschbourg vom Papst empfangen worden. Thema dieses Treffens war die Klimakonferenz in Paris.

Xavier Bettel traf nach seinem Gespräch mit dem Papst auch mit Kardinal Pietro Parolin zusammen, dem Staatssekretär des Vatikans, sowie Erzbischof Paul Gallagher, Sekretär für die Beziehung mit den Staaten. Dabei wurde die Neuregelung der Beziehungen zwischen Staat und Kirchen erörtert.

Empfang im Palais Chigi

Am Donnerstag Nachmittag wurde Xavier Bettel mit militärischen Ehren vom italienischen Premier Matteo Renzi empfangen. Beide Regierungschefs gaben eine Pressekonferenz (Video).

"Es gibt keine einfache Lösung für diese außergewöhnliche Krise", betonte Bettel. Vielmehr bedürfe es einer Lösung, die die Ursachen der Krise berücksichtige, sowie die Aufnahme der Flüchtlinge, die vor allem ihr Leben retten wollten.

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