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Restaurants und Cafés öffnen am Freitag
Politik 1 2 Min. 25.05.2020

Restaurants und Cafés öffnen am Freitag

Premier Xavier Bettel und Gesundheitsministerin Paulette Lenert konnten am Montag gute Nachrichten verkünden: Die Gaststätten können wieder öffnen und Kultur- und Sportveranstaltungen sind auch wieder zugelassen.

Restaurants und Cafés öffnen am Freitag

Premier Xavier Bettel und Gesundheitsministerin Paulette Lenert konnten am Montag gute Nachrichten verkünden: Die Gaststätten können wieder öffnen und Kultur- und Sportveranstaltungen sind auch wieder zugelassen.
Foto: Chris Karaba
Politik 1 2 Min. 25.05.2020

Restaurants und Cafés öffnen am Freitag

Danielle SCHUMACHER
Danielle SCHUMACHER
Es ist ein weiterer Schritt in Richtung Normalität: Am Freitag dürfen die Gaststätten ihre Türen wieder öffnen. Auch Sport- und Kulturveranstaltungen sind wieder möglich. Premier Bettel und Gesundheitsministerin Lenert haben am Montag weitere Lockerungen angekündigt.

Nach wochenlanger Zwangspause dürfen Cafés und Restaurants ihre Türen am Freitag wieder öffnen, auf den Terrassen dürfen sie schon am Mittwoch Gäste empfangen. 

Allerdings müssen sich Betreiber und Gäste an strenge Regeln halten. So gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Tischen, dort wo dies nicht möglich ist, müssen Plexiglasscheiben oder andere Trennwände angebracht werden. An einem Tisch dürfen nicht mehr als vier Personen Platz nehmen, es sei denn, sie gehören dem gleichen Haushalt an. Auch in den Cafés wird es ausschließlich Sitzplätze geben. Wer sich im Lokal bewegt, etwa um auf die Toilette zu gehen, muss eine Maske tragen, das gilt, auch wenn man die Gaststätte betritt oder wieder verlässt. Für das Personal gilt eine generelle Maskenpflicht. 


(de g. à dr.) Xavier Bettel, Premier ministre, ministre d'État ; Paulette Lenert, ministre de la Santé
Bettel und Lenert vorsichtig optimistisch
Premierminister Bettel und Gesundheitsministerin Lenert sind vorsichtig optimistisch. Einen Grund zur Entwarnung sehen sie aber noch nicht.

Die Sperrstunde wurde auf 24 Uhr festgelegt, Ausnahmen gibt es nicht. Die Gemeinden können darüber entscheiden, ob sie den Gaststättenbetreibern entgegenkommen und ihnen mehr Platz für ihre Terrassen zugestehen. 

Diese weitere Lockerung ist nur möglich, weil die Zahlen dies zulassen, so Premierminister Xavier Bettel (DP) gestern gegenüber Journalisten. Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) sprach von einem „ambitiösen Schritt“, den man nicht durch leichtfertiges Verhalten wieder zunichtemachen sollte.

Unsere Strategie der schrittweisen Öffnung war richtig, die Zahlen sind wirklich gut.

Paulette Lenert

Wie schon in den vergangenen Tagen mahnten beide auch gestern wieder zur Vorsicht, Eigenverantwortung und Disziplin sind weiterhin das Gebot der Stunde, so die gemeinsame Devise. 

Gottesdienste ab Freitag wieder erlaubt

Von den Lockerungen profitieren auch die Glaubensgemeinschaften. Ab Freitag dürfen wieder Gottesdienste stattfinden, allerdings müssen sich die Teilnehmer im Vorfeld anmelden und sie müssen die üblichen Abstands- und Hygienevorschriften einhalten. Beim Betreten und Verlassen der Kirchen gilt Maskenpflicht. Gestern war allerdings noch nicht klar, ob die Chöre wieder antreten dürfen. Hier will die Regierung noch einige Testergebnisse abwarten.

Die gleichen Vorschriften gelten ganz generell für sämtliche Veranstaltungen, etwa für Kinos und Theater oder Sportevents. Auch zivile wie kirchliche Hochzeits- und Begräbniszeremonien sind wieder erlaubt. Indoor-Sportarten sind ebenfalls wieder möglich und auch die Fitness-Clubs dürfen unter Beachtung der allgemeinen Regeln wieder durchstarten, ausgenommen bleibt vorerst aber der Wellness-Bereich. Sogar Schwimmbäder können ihre Türen wieder öffnen, vorausgesetzt das Sicherheitskonzept der Betreiber ist stimmig und erhält von der Santé grünes Licht. 

Kinderspielplätze bleiben geschlossen 

Natürlich muss auch weiterhin überall dort eine Schutzmaske getragen werden, wo der Mindestabstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann. Deshalb bleiben die Kinderspielplätze vorerst geschlossen. Das Risiko sei zu einfach zu groß, weil Kinder sich kaum an die Abstandsregeln halten dürften, so die beiden Minister. 

Zu Hause darf man weiterhin maximal sechs Gäste empfangen und Zusammenkünfte im öffentlichen Raum sind wie bisher auf 20 Personen begrenzt.

Großveranstaltungen wie beispielsweise Messen bleiben bis auf Weiteres untersagt. 


Abstand, Anmeldung, ausgewählte Kirchen: Wie Gottesdienste aussehen dürften
Wann sind in Luxemburg Gottesdienste mit Besuchern erlaubt? Die Frage wird Thema in der Chamber: Die CSV will den Kultusminister befragen. Das Erzbistum hat erste Eckpunkte dargelegt.

Mit den nächsten Schritten auf dem Weg in die Normalität will die Regierung sich zwei bis drei Wochen Zeit lassen, um zu überprüfen, wie sich die aktuellen Maßnahmen auf die Infektionszahlen auswirken. „Unsere Strategie der schrittweisen Öffnung war richtig, die Zahlen sind wirklich gut“, so Gesundheitsministerin Paulette Lenert. Bei den rezenten Lockerungen handele es sich „fast schon um einen Paradigmenwechsel“. 


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