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Rentrée académique 2016/17: Höhere Beihilfen für Studierende
Politik 2 Min. 26.09.2016

Rentrée académique 2016/17: Höhere Beihilfen für Studierende

Politik 2 Min. 26.09.2016

Rentrée académique 2016/17: Höhere Beihilfen für Studierende

Michèle GANTENBEIN
Michèle GANTENBEIN
Seit dem 1. August 2016 ist ein neues Studienbeihilfegesetz in Kraft mit höheren Beträgen für Studierende. Der delegierte Hochschulminister Marc Hansen stellte die aktuellen Zahlen am Montag vor.

(mig) - In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der vergebenen Stipendien konstant gestiegen. Ganz besonders stark ist der Anstieg seit 2013, als ein neues Gesetz in Kraft trat, das inzwischen aber schon mehrfach angepasst wurde.

2015/16 wurden Stipendien an 26.156 Studenten (2014/15: 25.594) vergeben, davon 16.849 Gebietsansässige und 9.307 Grenzgänger. 2.132 Anträge wurden abgelehnt. Die Kosten für den Staat beliefen sich auf 96,2 Millionen Euro. Das sind knapp fünf Millionen Euro mehr als im Vorjahr, aber deutlich weniger als 2013/14 (154,3 Millionen Euro). Durch die Anti-Kumul-Bestimmungen konnten vergangenes Jahr 13,3 Millionen Euro eingespart werden. Vergangenes Jahr genehmigte der Staat 182,8 Millionen Euro an Darlehen.

Blick auf die Nationalitäten

Die in Luxemburg lebenden Studienbeihilfeempfänger machen 64 Prozent aller Empfänger aus und erhalten 79,3 Prozent der Beihilfen. 54 Prozent dieser Gruppe haben die Luxemburger Staatsbürgerschaft. Die zweitgrößte Gruppe sind die Portugiesen (6,4 Prozent), gefolgt von den Franzosen (5,1 Prozent), den Belgiern und den Deutschen.

Von den Grenzgängern (36 Prozent der Empfänger) machen die Franzosen mit 11,4 Prozent (11,1 Millionen Euro) den überwiegenden Teil aus, gefolgt von den Belgiern, den Deutschen und den Portugiesen. Unter den Grenzgängern sind auch Luxemburger (0,8 Prozent).

Bevorzugte Studienländer

Platz eins der beliebtesten Studienländer ist Belgien mit 7.236 Studierenden. An zweiter Stelle liegt Frankreich mit 7.108 Studenten, Deutschland liegt an dritter Stelle mit 5.065 Studenten, gefolgt von Luxemburg mit 3.960 Studenten.

Die in Luxemburg lebenden Studenten bevorzugen mehrheitlich Deutschland (Trier), gefolgt von Luxemburg und Belgien (Brüssel).

Beliebteste Studiengänge

Beliebteste Studiengänge sind Wirtschaftswissenschaften, gefolgt von der Gesundheitsbranche, dem Ingenieurwesen, den Natur- und den Rechtswissenschaften.

2015/16 war die Zahl der Studenten an der Uni Luxemburg im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig (6.172 gegenüber 6.287).  Dafür stieg aber die Zahl der Nationalitäten, von 109 auf 118. In diesem Jahr sind Marc Hansen zufolge rund 1.000  Studenten mehr an der Universität Luxemburg eingeschrieben.  

Für das Wintersemester 2016/17 sind bis jetzt rund 6.000 Anträge auf Studienbeihilfen bei der Cedies eingereicht worden.

Neues Gesetz greift 2016/17

Seit dem 1. August ist ein neues Gesetz mit höheren Beträgen in Kraft. Die Mobilitätsprämie ist von 2.000 auf maximal 2.450 Euro und die Sozialprämie von 3.000 auf maximal 3.800 Euro angestiegen. Des Weiteren wurde das Beihilfensystem indexiert. Der Mechanismus greift ab 2018/19. Behinderte Studenten können eine Verlängerung der Beihilfen beantragen.


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