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Religionsunterricht : Einschreibequote liegt bei 70 Prozent
Politik 06.07.2015 Aus unserem online-Archiv

Religionsunterricht : Einschreibequote liegt bei 70 Prozent

Erzbischof Jean-Claude Hollerich nahm im April 2012 an einem Religionsunterricht in der Mamer Grundschule teil.

Religionsunterricht : Einschreibequote liegt bei 70 Prozent

Erzbischof Jean-Claude Hollerich nahm im April 2012 an einem Religionsunterricht in der Mamer Grundschule teil.
Politik 06.07.2015 Aus unserem online-Archiv

Religionsunterricht : Einschreibequote liegt bei 70 Prozent

Vor der geplanten Einführung des Werteunterrichts haben sich im neuen Schuljahr rund zwei Drittel der Grundschüler für den Religionsunterricht eingeschrieben.

(ml) - Trotz der geplanten Abschaffung des Religion- und Moralunterrichts in der Grundschule zugunsten eines gemeinsamen Werteunterrichts, haben Eltern und Schüler in diesem Schuljahr erneut ihre Wahl bewusst getroffen, heißt es in einem Schreiben der "Association Luxembourgeoise d'Enseignants d'Education Religieuse et Morale dans l'Enseignement Fondamental" (Alerf).

Die Einschreibungsquote für den Religionsunterricht liege erneut bei 70 Prozent. Diese Zahl verdeutliche, dass der Religionsunterricht ein "beliebtes Schulfach an unseren Schulen" bleibe. Auch künftig würden zahlreiche Eltern gerne die Wahlfreiheit zwischen Religions- und Moralunterricht beibehalten. 

Anfang des Jahres zeigten sich die Religionslehrer der Grundschule "unzufrieden und enttäuscht" über die Konvention zur Trennung von Kirchen und Staat. Der Beruf der Religionslehrer werde bald der Vergangenheit angehören, sagte damals Alef-Präsident Yves Brosius. Bildungsminister Claude Meisch wurde vorgeworfen, die Alerf nicht ausreichend in die Diskussionen eingebunden zu haben. Bedenken wurden auch hinsichtlich der Umschuldung der Religionslehrer geäußert.


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