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Rekordhaushalt 2017 : "Rote oder schwarze Null"
Der Finanzminister meldet einen Haushaltsüberschuss von 358,3 Millionen Euro für das Jahr 2017.

Rekordhaushalt 2017 : "Rote oder schwarze Null"

Photo: Lex Kleren
Der Finanzminister meldet einen Haushaltsüberschuss von 358,3 Millionen Euro für das Jahr 2017.
Politik 02.02.2018

Rekordhaushalt 2017 : "Rote oder schwarze Null"

Pol SCHOCK
Pol SCHOCK
Finanzminister Pierre Gramegna hat die Haushaltszahlen für 2017 präsentiert. Dank der starken Konjunktur sind die Einnahmen deutlich höher als erwartet - Gramegna spricht vom "besten Resultat seit etlichen Jahren."

(ps) - Finanzmister Pierre Gramegna (DP)  hat die Zahlen des Haushalts 2017 präsentiert. Die Einnahmen liegen bei 13,754 Milliarden, die Ausgaben bei 13,396 Milliarden Euro. Damit konnte der Finanzminister einen Haushaltsüberschuss von 358,3 Millionen Euro für das Jahr 2017 vermelden. "Die Zahlen sind hervorragend", so Gramegna. "Es ist das beste Resultat seit etlichen Jahren."

Allerdings werden die Ausgaben im Januar noch "etwas ansteigen". Das genaue Ausmaß kennt der Finanzminister noch nicht, jedoch geht er von einer "schwarzen" oder gar "roten Null" aus.

Zu den Gründen des guten Halsaltresultats zählen vor allem die hohen Einnahmen. Insbesondere die Erträge der Körperschaftssteuer für Unternehmen sind deutlich gestiegen. Luxemburg profitiert von sehr hohen Wachstumszahlen über 4 Prozent sowie der weltweit florierenden Konjunktur.

"Positiver Schereneffekt"

Gramegna weist jedoch auch darauf hin, dass die Ausgaben gebremst werden konnten. Er spricht von einem "positiven Schereneffekt": Die Einnahmen sind um 5,7 Prozent angestiegen - die Ausgaben lediglich um 4,3 Prozent.

Auch Diane Adehm (CSV) sieht die guten Zahlen in erster Hinsicht im Zusammenhang mit dem hohen Wachstum. Es sei demnach weniger der Verdienst einer weitsichtigen Haushaltspolitik, sondern vielmehr das Ergebnis einer anziehenden internationalen Konjunktur. 

Inwieweit Finanzminister Gramegna noch zusätzlich Pläne mit den unverhofften Millionen hat, um etwa die Bürger im Wahljahr zu entlasten, wollte er noch nicht verraten: "Lassen Sie uns erst einmal das definitive Ergebnis abwarten, dann sehen wir weiter."

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