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Regnerischer Auftakt eines Staatsbesuchs

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Regnerischer Auftakt eines Staatsbesuchs

Regnerischer Auftakt eines Staatsbesuchs

Regnerischer Auftakt eines Staatsbesuchs


16.10.2019

Die Staatschefs von Belgien, König Philippe und Luxemburg, Großherzog Henri, während der offiziellen Begrüßungszeremonie.Foto: Guy Jallay

Bis Donnerstag besucht das belgische Königspaar Luxemburg im Rahmen einer Staatsvisite.

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Rückblick: Der erste Tag des belgischen Staatsbesuchs
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Foto: Pierre Matgé

(TJ/SC) - Wie geplant, sind der belgische König Philippe und Königin Mathilde am Dienstagmorgen in Luxemburg eingetroffen. Sie hatten sich für die Reise von Brüssel nach Luxemburg für den Zug als Transportmittel entschieden. 

König Philippe und Königin Mathilde waren bereits 2013 nach Luxemburg gekommen - allerdings nur für einen offiziellen Besuch. Ein Staatsbesuch in einem spezifischen Land findet in der Regel nur einmal pro Regentschaft statt.  

Auf der offiziellen Twitterseite des belgischen Hofes wurde die Abfahrt am Brüsseler Bahnhof festgehalten.

So fand die erste Begegnung denn auch am Bahnhof von Luxemburg statt. Das Königspaar wurde von Großherzog Henri - dem Cousin des belgischen Monarchen - persönlich willkommen geheißen.

Großherzogin Maria Teresa kann an dem dreitägigen Staatsbesuch des belgischen Königspaares nicht teilnehmen, da sie erst kürzlich am Knie operiert wurde und sich derzeit noch schonen muss.

Ankunft am Palais

Vor der Ankunft der royalen Gäste wurde vor dem großherzoglichen Palais standesgemäß der rote Teppich ausgerollt. Erste Zuschauer saßen, trotz Regen, bereits Stunden vor der Ankunft des Königspaares und des Großherzogs an den Absperrungen am Krautmaart, um die besten Plätze zu ergattern. 

Vom Bahnhof aus wurden die Gäste zum großherzoglichen Palast gebracht, wo kurz nach 11 Uhr die offizielle Begrüßung der Staatsgäste mit militärischen Ehren über die Bühne ging. 

Kurz bevor der hohe Besuch in abgedunkelten Karossen vor dem Palast eintraf, drängten sich auch in den Zuschauerrängen immer mehr Schaulustige.

Unter den Zuschauern waren Leute aus aller Welt: Briten, die eigens für den Staatsbesuch angereist sind, Brasilianer, Polen, Dänen, Italiener - und natürlich auch Luxemburger und Belgier. 

Rund 50 Zuschauer reihten sich entlang der Absperrungen. Sie wollten sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, den hohen Besuch mit eigenen Augen zu sehen und vielleicht sogar die ein oder andere Hand zu schütteln.  

Unter ihnen waren einige regenfeste Monarchie-Enthusiasten, die eigens für den Staatsbesuch des belgischen Königspaares angereist waren. Ein älterer Herr erklärte dem Luxemburger Wort, dass er "auf so vielen Staatsvisiten wie möglich" dabei zu sein versucht. Er ist extra aus Paris angereist, um sich das Spektakel nicht entgehen zu lassen.

Einer der Zuschauer - ein Belgier - hat sich drei Tage von der Arbeit frei genommen, um König Philippe und Königin Mathilde in Luxemburg zu begrüßen.

Auch ein Paar aus England ist nur für den Staatsbesuch nach Luxemburg gereist. Das lange Ausharren im Regen hat sich für sie gelohnt: "Wir haben mit dem Großherzog und mit dem König und der Königin von Belgien geredet!" Der Brite erzählte dem LW, wie er sich bei der Königin dafür entschuldigte, das schlechte Wetter aus Großbritannien mitgebracht zu haben.

Auf der anderen Seite der Absperrungen hatte die achtjährige Marie die Ehre, Königin Mathilde bei ihrer Ankunft einen Blumenstrauß zu überreichen. Danach ertönte am hauptstädtischen Krautmarkt die luxemburgische und die belgische Nationalhymne. In der Distanz hörte man 21 Kanonenschüsse zum Empfang des königlichen Besuches.  

Nachdem sich König Philippe und Königin Mathilde zusammen mit Großherzog Henri ins Trockene des Palastes zurückgezogen hatten, waren die Schaulustigen am Krautmarkt immer noch ganz angetan von den Gästen aus Belgien.

Im Inneren des Palastes wurden gegen 12 Uhr vor einem Porträt von Katherina der Großen die ersten offiziellen Fotos der Visite aufgenommen, bevor Gäste und Gastgeber sich gegenseitig Präsente überreichten.

Am nationalen Denkmal der Solidarität

Viel Zeit im trockenen blieb jedoch nicht - schon um 12.30 Uhr brachen die belgische und luxemburgische Delegation zum Momument national de la Solidarité luxembourgeoise auf, um dort an der "ewigen Flamme" einen Blumenkranz abzulegen.  

Das Königspaar und der Großherzog wurden zu dem Anlass von Premierminister Xavier Bettel und Verteidigungsminister François Bausch begleitet. Auch der Chef des Generalstabs der luxemburgischen Streitkräfte, Alain Duschène, war vor Ort.


Gestern wie heute: Belgiens Könige zu Besuch in Luxemburg
Luxemburg erwartet hohen Besuch: König Philippe und Königin Mathilde von Belgien werden vom 15. bis zum 17. Oktober im Zuge eines offiziellen Staatsbesuches in Luxemburg sein.

In Gedenken an die Toten des Zweiten Weltkrieges und zur Erinnerung an die Widerständler gegen die nationalsozialistische Besatzung wurde eine Schweigeminute eingehalten.

Sehen Sie hier die Aufnahmen vom Monument National de la Solidarité auf dem Kanonenhügel:

Gegen 13 Uhr war das Königspaar von Großherzog Henri zu einem privaten Essen im Palais eingeladen, bei dem auch das erbgroßherzogliche Paar zugegen war.   

Auch wenn Großherzogin Maria Teresa aufgrund einer Operation am vergangenen Donnerstag nicht an dem offiziellen Staatsbesuch teilnehmen kann, statteten König Philippe und Königin Mathilde ihr am Dienstagmittag einen Besuch im Palais ab.


Staatskarosse mit Startschwierigkeiten
Es fehlte nicht viel und das belgische Königspaar hätte am Dienstagmorgen auf einen Ersatzwagen zurückgreifen müssen.

Zeitgleich lud Vize-Premier François Bausch die belgische Delegation, zusammen mit den Ministern Pierre Gramegna, Dan Kersch, Corinne Cahen und Paulette Lenert, zu einem privaten Essen ein.

Nach einem ausgedehnten Essen im großherzoglichen Palais ging es für König Philippe und Königin Mathilde mit dem Empfang von Chamberpräsident Fernand Etgen, Premierminister Xavier Bettel und Außenminister Jean Asselborn weiter.

Spaziergang entlang der Corniche

Im Anschluss ging es für das königliche Paar und Großherzog Henri weiter in Richtung Corniche - trotz grauem Wolkenschleier einer der wohl schönsten Ausblickspunkte in Luxemburg-Stadt.

Marc Angel, der Präsident des Luxembourg City Tourist Office, zeigte den hohen Gästen aus Belgien von dem Plateau über Neumünster aus die Stadt. Dach dem kurzen Rundgang begrüßte das Königspaar noch einige Zuschauer und machte sich dann auf den Weg in Richtung Place Guillaume II.

Händeschütteln auf dem Weg zum Rathaus

Trotz anhaltendem Regen ließen es sich der König, die Königin und der Großherzog nicht nehmen, auf dem Weg zum Rathaus mit Schaulustigen zu reden.

Sie gingen an einem Meer von belgischen Miniaturflaggen vorbei und begrüßten auch die vielen kleinen Zuschauer, die in Regenjacken und mit großen Augen auf die Ankunft der royalen Gäste gewartet hatten.

Im Rathaus wurden König Philippe, Königin Mathilde und Großherzog Henri von Lydie Polfer, der Bürgermeisterin der Stadt Luxemburg, empfangen.

Bürgermeisterin begrüßt Königspaar

Bei einer akademischen Sitzung begrüßte die Bürgermeisterin die belgischen Monarchen als Vertreter belgischer Einwohner und Freunde einerseits, und andererseits eines Landes, das tief in seiner Seele die Werte von Freiheit, Respekt und Toleranz repräsentiere und verteidige. Die Rednerin erinnerte auch an den Besuch von König Albert II. und Königin Paola vor 25 Jahren und von König Baudouin im Jahr 1959. Polfer ging anschließend auf die gemeinsame Geschichte und die gemeinsamen Anliegen beider Länder für die Zukunft ein. 

Alsdann trugen sich die Gäste in das Goldene Buch der Stadt Luxemburg ein. Musikalisch umrahmt wurde der Festakt vom Quatuor à cordes und der Chorale des jeunes des hauptstädtischen Conservatoire. Beschlossen wurde das Ereignis mit einem Empfang.

Das Galadinner im großherzoglichen Palais

Den ersten Tag des Staatsbesuches ließen die royalen Gäste des großherzoglichen Paares mit einem Galadinner im hauptstädtischen Palais ausklingen. 

Von links nach rechts: Großherzogin Maria Teresa, Königin Mathilde und Erbgroßherzogin Stéphanie sitzen in der ersten Reihe, dahinter stehen Großherzog Henri, König Philippe und Erbgroßherzog Guillaume.
Von links nach rechts: Großherzogin Maria Teresa, Königin Mathilde und Erbgroßherzogin Stéphanie sitzen in der ersten Reihe, dahinter stehen Großherzog Henri, König Philippe und Erbgroßherzog Guillaume.
Foto: Pierre Matgé

Großherzogin Maria Teresa und Großherzog Henri, Erbgroßherzog Guillaume und seine Frau Stéphanie und König Philippe und seine Frau Mathilde hatten sich allesamt in Schale geschmissen und nahmen neben hochrangigen Regierungsmitgliedern und Diplomaten am prachtvoll gedeckten Tisch platz.


Dîner de galaoffert en l'honneur de LL.MM. le roi et la reine des Belges,en  présence  de  LL.AA.RR.  le  Grand-Duc  et la Grande-Duchesse et du Grand-Duc  héritier et la Grande-Duchesse héritière- Foto: Pierre Matgé/Luxemburger Wort
Galadinner im großherzoglichen Palais
Das belgische Königspaar nahm am Dienstagabend auf Einladung von Großherzog Henri und Großherzogin Maria Teresa an einem Staatsbankett im Palais teil.

Sowohl Großherzog Henri als auch König Philippe hielten kurze Ansprachen. Während König Philippe sich für den warmherzigen Empfang bedankte, sprach Großherzog Henri von einer "Schicksalsgemeinschaft" zwischen den beiden Nachbarstaaten Luxemburg und Belgien. 


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