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Regierung zieht Sparmaßnahme nicht zurück
Politik 03.07.2015 Aus unserem online-Archiv
Konflikt im Bildungswesen

Regierung zieht Sparmaßnahme nicht zurück

Die Gewerkschaften und die Vertreter der Lehrerkomitees fordern die Regierung dazu auf, die Sparmaßnahme 118 zurückzuziehen.
Konflikt im Bildungswesen

Regierung zieht Sparmaßnahme nicht zurück

Die Gewerkschaften und die Vertreter der Lehrerkomitees fordern die Regierung dazu auf, die Sparmaßnahme 118 zurückzuziehen.
Guy Jallay
Politik 03.07.2015 Aus unserem online-Archiv
Konflikt im Bildungswesen

Regierung zieht Sparmaßnahme nicht zurück

In einem Brief an Staatsminister Xavier Bettel rief die Intersyndicale zusammen mit dem Koordinationsbüro der Lehrerkomitees die Regierung dazu auf, von Änderungen an der Lehrer-Tâche im Sekundarschulwesen abzusehen. Eine Woche später liegt die Antwort des Premiers vor.

(mig) - Die Lehrergewerkschaften und die Lehrerkomitees lehnen jegliche Einschnitte bei der Lehrer-Tâche ab. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, haben sie sich an Staatsminister Xavier Bettel gewandt und ihn in einem gemeinsamen Brief dazu aufgefordert, die Sparmaßnahme 118 (Modification de la tâche des enseignants) aus dem Zukunftspak zurückzuziehen.

Doch daraus wird vorerst nichts. Die Schlichtungsprozedur sei noch nicht abgeschlossen, antwortet Bettel, der hofft, dass es doch noch zu einer Einigung zwischen der Intersyndicale und der Regierung kommen wird.

Die Lehrer lehnen die Einschnitte aus mehreren Gründen ab, die in dem Brief auch erläutert werden. Die Gewerkschaften sehen nicht ein, warum von den Lehrern ein gesonderter Beitrag gefordert wird. Außerdem habe man alternative Vorschläge auf den Tisch gelegt, deren Sparpotenzial die geforderten Sparanstrengungen übersteige. Auch habe Minister Claude Meisch zu keinem Moment seine Forderung bezüglich der Lehrer-Tâche begründen können.

Nachdem die Schlichtung Anfang Juni für gescheitert erklärt worden war, versucht nun ein Médiateur zwischen beiden Parteien zu vermitteln. Die Gewerkschaften hatten aber bereits angedeutet, dass sie der Médiation keine großen Chancen einräumen, es sei denn, die Regierung verzichtet auf die Änderungen bei der Tâche.





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