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Regierung will Druck für Cattenom-Schließung hochhalten
Politik 01.06.2016 Aus unserem online-Archiv
Kontroverse Aussagen von Frankreichs Umweltministerin

Regierung will Druck für Cattenom-Schließung hochhalten

Vor 30 Jahren war das Kraftwerk in Cattenom erstmals ans Netz gegangen.
Kontroverse Aussagen von Frankreichs Umweltministerin

Regierung will Druck für Cattenom-Schließung hochhalten

Vor 30 Jahren war das Kraftwerk in Cattenom erstmals ans Netz gegangen.
Foto: Pierre Matgé
Politik 01.06.2016 Aus unserem online-Archiv
Kontroverse Aussagen von Frankreichs Umweltministerin

Regierung will Druck für Cattenom-Schließung hochhalten

Bérengère BEFFORT
Bérengère BEFFORT
Die Luxemburger Regierung beharrt darauf: Frankreichs Umweltministerin Ségolène Royal habe ein baldiges Ende des AKW in Cattenom angesprochen. Carole Dieschbourg und Lydia Mutsch erwarten nun eine klare Stellungnahme.

(BB) - Die Ministerinnen Carole Dieschbourg und Lydia Mutsch wollen den Druck für eine Schließung des Atomkraftwerks in Cattenom hochhalten. Eine Aussage der französischen Umweltministerin, Ségolène Royal, könnte ihnen dabei zweckdienlich sein. Auch wenn Royal ihre Äußerungen nun vor der Assemblée nationale in Paris wiederum entkräftet hat.

Die Luxemburger Regierung beharrt darauf: Ségolène Royal soll sehr wohl bei einem Treffen mit Botschaftern ein baldiges Ende von grenznahen Atomreaktoren angesprochen haben. Genannt worden seien die Kraftwerke Fessenheim, Bugey und Cattenom. Der Luxemburger Botschafter in Paris hatte in den sozialen Medien darauf hingewiesen:


Späterhin ruderte die französische Ministerin zurück und verwies darauf, dass die Energiepolitik Frankreichs nicht mit Gerüchten geführt werden könnte. Wie auch immer die ersten Äußerungen gemeint waren, Luxemburg will die Angelegenheit für eine klare Aussprache nutzen. Die Aussagen von Royal sollen denn auch in einem Bericht zum Treffen mit den Botschaftern nachzulesen sein.

"Wir wollen den Druck hochhalten. Und das auf diplomatischem Weg. Wir untersuchen auch andere Möglichkeiten, um zum Beispiel mit Impaktstudien auf Risiken hinzuweisen und gegebenenfalls juristische Wege anzustreben", so Umweltministerin Carole Dieschbourg nach einer Unterredung mit den Abgeordneten auf Krautmarkt.

Der Oppositionsabgeordnete Marco Schank begrüßt seinerseits, dass die Luxemburger Regierung weiterhin Druck ausübt. "Ich mache mir nicht all zu viel Hoffnung für eine baldige Schließung. Aber wir müssen alles daran setzen. Wir müssen unseren Kindern in die Augen schauen können und ihnen sagen, dass wir zumindest alles versucht haben", so der CSV-Abgeordnete.



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