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Regierung trifft Kirchen am Freitag
Politik 19.05.2020

Regierung trifft Kirchen am Freitag

Kardinal Jean-Claude Hollerich hatte am Sonntag beim Abschlussgottesdienst der Oktave das weiterhin geltende Verbot der Messen scharf kritisiert.

Regierung trifft Kirchen am Freitag

Kardinal Jean-Claude Hollerich hatte am Sonntag beim Abschlussgottesdienst der Oktave das weiterhin geltende Verbot der Messen scharf kritisiert.
Foto: Guy Jallay
Politik 19.05.2020

Regierung trifft Kirchen am Freitag

Danielle SCHUMACHER
Danielle SCHUMACHER
Nachdem Kardinal Hollerich am Sonntag das weiterhin geltende Verbot der Gottesdienste in seiner Predigt kritisiert hatte, will sich Kultusminister Bettel nun am Freitag mit den Vertretern der Glaubensgemeinschaften treffen.

Während die Geschäfte am 11. Mai nach fast zwei Monaten ihre Türen wieder öffnen konnten, bleiben die Kirchen, Synagogen und Moscheen weiterhin zu. Kardinal Jean-Claude Hollerich hatte das weiterhin geltende Verbot der Gottesdienste beim Pontifikalamt zum Abschluss der Oktave am Sonntag heftig kritisiert. Er hatte der Regierung vorgeworfen, die Glaubensgemeinschaften seien ihr "einfach egal". 

Es ist mir nicht egal, was mit den Kultusgemeinschaften passiert, sonst hätte ich alles erlaubt, ohne Regeln.

Kultusminister Xavier Bettel

Nachdem der französische Conseil d'Etat am Dienstag ein ähnliches Verbot in Frankreich als unverhältnismäßig gekippt hatte, kommt nun auch in Luxemburg Bewegung in das Dossier. Am Freitag soll es zu einer Unterredung zwischen der Regierung und den Vertretern der Kultusgemeinden kommen. Dies bestätigte Premier Xavier Bettel (DP) am Dienstag auf Nachfrage. 


Glaube und Leben , Kathedrale , Pontifikalmesse zum Schlussoktavsonntag , Erneuerung der Weihe , Oktave 2020 , Sars-Cov-2 , Covid-19 , Coronakrise , mit Ansprache Kardinal Jean Claude Hollerich , Foto:Guy Jallay/Luxemburger Wort
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Mittlerweile würden die Sicherheitskonzepte sämtlicher Religionsgemeinschaften vorliegen, erklärt Bettel in seiner Eigenschaft als Kultusminister. Es gebe aber noch Klärungsbedarf zu einigen Punkten: "Es ist mir nicht egal, was mit den Kultusgemeinschaften passiert, sonst hätte ich alles erlaubt, ohne Regeln", so Bettel, der sich gerade auf dem Weg ins Parlament befand, wo er den Abgeordneten zum geplanten Covid-19-Gesetz Rede und Antwort stand. Es sei wichtig, dass die Gottesdienste so schnell wie möglich wieder erlaubt werden, unter der Voraussetzung allerdings, dass die geplanten Sicherheitsregeln von den Gläubigen sämtlicher Kirchengemeinden respektiert werden, so Bettel weiter. 

Auf ein konkretes Datum, wann die Kirchen, Synagogen und Moscheen ihre Türen wieder öffnen können, wollte sich Premier Bettel nicht festlegen. Die Regierung will zunächst die neusten Zahlen abwarten, um herauszufinden, welche Folgen die letzten Schritte auf dem Weg zu einer Normalisierung haben.  Eine Entscheidung werde frühesten am 25. Mai fallen, erklärte er auf Nachfrage. Ob am Pfingstfest wieder Messen gefeiert werden dürfen, darauf wollte sich Bettel nicht festlegen lassen. 

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