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Regierung: "Status quo ist keine Option"
Politik 22.10.2014 Aus unserem online-Archiv
Schlechte Umfrageergebnisse

Regierung: "Status quo ist keine Option"

Premierminister Xavier Bettel: "Diese Regierung ist nicht da, um Liebling der Umfragen zu sein".
Schlechte Umfrageergebnisse

Regierung: "Status quo ist keine Option"

Premierminister Xavier Bettel: "Diese Regierung ist nicht da, um Liebling der Umfragen zu sein".
Anouk Antony
Politik 22.10.2014 Aus unserem online-Archiv
Schlechte Umfrageergebnisse

Regierung: "Status quo ist keine Option"

Nach nur einem Jahr im Amt steckt die Regierung im Umfragetief. Premierminister Bettel und Vize-Premier Schneider halten trotzdem an ihrer Politik fest.

(ml) - Fast zwei Drittel der Luxemburger sind nicht einverstanden mit dem Weg, den die Dreierkoalition eingeschlagen hat. Dies geht aus einer TNS-Umfrage hervor, die im Auftrag des "Tageblatts" gemacht wurde. Lediglich 31,1 Prozent der Befragten sind zufrieden mit der Regierungsarbeit. Die Männer sind im selben Maß unzufrieden über die Gambia-Politik wie die Frauen.

Premierminister Xavier Bettel wiederholte am Mittwoch auf dem Pressebriefing nach dem Ministerrat, er wolle nicht um jeden Preis ein Liebling in den Umfragen sein. "Nichts zu verändern, nur um in den Umfragen besser abzuschneiden, ist keine Option", unterstrich der Staatsminister. Nachdem das Zukunftspaket geschnürt sei, käme es jetzt darauf an, den Menschen zu erklären, warum diese Maßnahmen erforderlich sind.

Vize-Premierminister Etienne Schneider zufolge beruhen viele Kritiken auf "Missverständnissen", die es gelte aus der Welt zu schaffen. "Wir waren uns von Anfang an bewusst, dass es kein leichtes Unterfangen ist. Natürlich nehmen wir die Umfragen ernst. Trotzdem lassen wir uns nicht von unserem Weg abbringen", so Schneider.

Ziel sei es, das Land voranzutreiben und für die Zukunft vorzubereiten. Umfragen seien eine Momentaufnahme, ähnlich wie bei einem Foto. Die Regierung wolle jedoch einen Film drehen. Am Ende der Legislaturperiode werde sich herausstellen, ob die Politik der Regierung sich bezahlt gemacht hat oder nicht.


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