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Lehrbeauftragte rufen zu Protest auf
Politik 18.03.2015 Aus unserem online-Archiv
Reform des öffentlichen Dienstes

Lehrbeauftragte rufen zu Protest auf

Die Lehrbeauftragten fühlen sich nach wie vor ungerecht behandelt.
Reform des öffentlichen Dienstes

Lehrbeauftragte rufen zu Protest auf

Die Lehrbeauftragten fühlen sich nach wie vor ungerecht behandelt.
Foto: Shutterstock
Politik 18.03.2015 Aus unserem online-Archiv
Reform des öffentlichen Dienstes

Lehrbeauftragte rufen zu Protest auf

Kommende Woche wird im Parlament über die Reform im öffentlichen Dienst abgestimmt. Die Vereinigung der Lehrbeauftragen wehrt sich gegen eine "Diskriminierung" einzelner Berufsgruppen und ruft zu einer Demonstration auf.

(ml) - Die Abgeordneten werden am 24. März über die Reform im öffentlichen Dienst abstimmen. In dem Zusammenhang ruft die "Association des Chargés de l'Enseignement National" (ACEN) am kommenden Dienstag um 17 Uhr zu einer Protestveranstaltung vor dem Parlament auf. Die Lehrbeauftragten, Erzieher und Sozialpädagogen werden dazu aufgerufen, sich der Demonstration anzuschließen. Ziel sei es, gemeinsam ein Zeichen gegen die "Diskriminierung" verschiedener Berufsgruppen zu setzen, heißt es in einer Pressemitteilung. Des Weiteren wird ein faires und transparentes Schulsystem gefordert.

Die Politik habe versagt. Auch mit der Reform im öffentlichen Dienst gehe die Ungleichbehandlung weiter, so der Vorwurf. Anstatt alle Diplome endlich anzuerkennen, würden immer die gleichen Berufsgruppen "über den Tisch gezogen". Die ACEN will auch nicht mehr hinnehmen, dass die CGFP allein am Verhandlungstisch sitzt, zumal die Staatsbeamtengewerkschaft nicht alle Berufsverbände vertrete.

Um ihren Unmut kundzutun, hatte die Vereinigung der Lehrbeauftragten eine Petition gestartet. Erst zwei Monate später hätten die Minister Dan Kersch und Claude Meisch dazu Stellung genommen, heißt es weiter. Beiden Regierungsmitgliedern wird vorgeworfen,  in ihrer knappen Stellungnahme erneut die Tatsachen verdreht zu haben.

Seit längerem fühlen sich die Lehrbeauftragen in vielen Hinsichten benachteiligt. Die ACEN fordert:

  • Die Anerkennung der Diplome und der Berufserfahrung. Lehrbeauftragte, die über einen Bachelor- oder Master-Abschluss verfügen, werden beim Staat nicht mit den entsprechenden Diplomen gleichgestellt.

  • Bessere Arbeitsbedingungen. Statt 24 Unterrichtsstunden werden z.B. lediglich 22 Unterrichtsstunden gefordert.

  • Mehr Transparenz bei sämtlichen Entscheidungen, die anstehen.
  • Nachbesserung des Gesetzes, das die Rechte und Pflichten der Lehrbeauftragte festlegt.

  • Eine Reform der Aufnahmeprüfung. Künftig sollen nur noch diplomierte Lehrer eingestellt werden. Die Lehrbeauftragten, die bereits jetzt unterrichten, sollen Zugang zum Diplom erhalten.

  • Einheitlicher Punktwert im öffentlichen Dienst.

  • Eine Ombudsperson für Staatsbedienstete.

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