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Reform der Studienbeihilfen: Acel zeigt Verständnis
Die Studentenvertretung ACEL zeigt sich mit der Reform der Studienbeihilfen einverstanden. Sie bevorzugt den Dialog statt die Konfrontation mit den politischen Vertretern.

Reform der Studienbeihilfen: Acel zeigt Verständnis

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Die Studentenvertretung ACEL zeigt sich mit der Reform der Studienbeihilfen einverstanden. Sie bevorzugt den Dialog statt die Konfrontation mit den politischen Vertretern.
Politik 01.07.2014

Reform der Studienbeihilfen: Acel zeigt Verständnis

Die Studentenorganisationen bleiben gespaltener Meinung. Während das Aktionskomitee 6670 ein Moratorium der Reform der Studienbeihilfen verlangt, spricht die Acel von einer Kompromisslösung.

(BB) - Wenn die Abgeordnetenkammer in Kürze die Reform der Studienbeihilfen im Plenum verabschiedet, wird sie auf die Zustimmung der Acel-Vertreter zählen können. „Wir sind mit der Reform einverstanden, weil vielen unserer Forderungen Rechnung getragen wurde“, erläutert Acel-Präsident Tom Hermes.

Zu den positiven Punkten zählt er folgendes auf:

- Die Studenten, die nicht völlig in den Genuss der sozialen Beihilfen kommen, können ein höheres Darlehen beantragen;

- Die Familienbeihilfe berücksichtigt eigens die Anzahl an studierenden Kindern innerhalb eines Haushalts;

- Es gab Zugeständnisse angesichts der Regelstudienzeit und dem Antrag auf Beihilfen.

Weitere Punkte könnten dann „nachträglich“ verbessert werden. „Der Zinssatz für ein Darlehen könnte zusätzlich runtergeschraubt werden und die Familienbeihilfe könnte im weiteren Sinn alle Kinder eines Haushalts in Betracht ziehen“, regt Tom Hermes an.

Anders als andere Organisationen zeigt sich die Acel entgegenkommend und hat die finanziellen Argumente der Regierung verinnerlicht. „Das neue Gesetz wird dazu beitragen, die Kostenexplosion in den Griff zu bekommen“, so die Vertretung verständnisvoll.

Weiter diskutieren, nicht blockieren

Ihre Forderung, die Basisbeihilfe auf 2 500 Euro zu erhöhen, hat die Acel im Gespräch mit dem Minister jedenfalls nicht durchsetzen können. Doch sie gibt sich zuversichtlich, dass weitere Verbesserungen in den kommenden Jahren erzielt werden können.

„Claude Meisch hat uns versprochen, dass wir uns an der Studie beteiligen können. In ein, zwei Jahren könnten die Beihilfen entsprechend angepasst werden“, so die Acel-Vertreter. Das Aktionskomitee 6670 hatte für die umgekehrte Vorgehensweise plädiert: Zuerst müsse die Bedarfsanalyse vorliegen, bevor die Reform gebilligt wird.

Die Acel ist der Dachverband von 44 Studentenvereinigungen und zählt eigenen Aussagen zufolge rund 10.000 Mitglieder.