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Reform der pädiatrischen Notdienste: Mein Kind ist krank, was nun?
Politik 2 Min. 22.12.2015 Aus unserem online-Archiv

Reform der pädiatrischen Notdienste: Mein Kind ist krank, was nun?

Seit Juli kümmert sich eine pädiatrische Maison médicale in den Räumlichkeiten der "Kannerklinik" um die kleinen Patienten, und das außerhalb der Sprechstunden der Kinderärzte.

Reform der pädiatrischen Notdienste: Mein Kind ist krank, was nun?

Seit Juli kümmert sich eine pädiatrische Maison médicale in den Räumlichkeiten der "Kannerklinik" um die kleinen Patienten, und das außerhalb der Sprechstunden der Kinderärzte.
Foto: Shutterstock
Politik 2 Min. 22.12.2015 Aus unserem online-Archiv

Reform der pädiatrischen Notdienste: Mein Kind ist krank, was nun?

Die pädiatrische Maison médicale und die Spitäler bieten an den Wochenenden und in den Nachtstunden eine ärztliche Betreuung an, wenn das Kind krank wird. Wie die Hilfe aufgebaut ist, stellten nun die Minister für Gesundheit und für Soziales vor.

(BB) - Plötzlich 39 Grad Fieber, stechende Bauchschmerzen und das alles am Wochenende: Wenn das Kind außerhalb der Sprechstunden des Kinderarztes krank wird - und das kennen viele Eltern nur allzu gut - dreht sich alles um eine Frage: Wo gibt es jetzt ärztliche Hilfe?

Genau vor einem Jahr, im Dezember 2014, hatten die Minister für Gesundheit und für Soziales eine neue Anlaufstelle in Aussicht gestellt: In der Hauptstadt sollte eine Maison médicale pédiatrique centralisée in den Räumlichkeiten der "Kannerklinik" des CHL entstehen. Zusätzlich sollten auch ambulante Dienste im Norden und Süden des Landes Abhilfe schaffen.

Die neuen Dienststellen sollten eine Antwort auf eine allgemeine Missstimmung bei den Kinderärzten sein. In den Krankenhäusern im Süden (Chem) und im Norden (CHdN) war es im Vorfeld zum Eklat gekommen. Kinderärzte hatten sich über eine fehlende Anerkennung und eine unzureichende Personaldecke beim Bereitschaftsdienst beschwert. Sie hatten gedroht, aus Protest zum 1. Januar 2015 zu kündigen.

Ein Jahr später, am Dienstag, präsentierten die Minister Lydia Mutsch und Romain Schneider nun eine Neuaufstellung der pädiatrischen Betreuung. In den letzten Monaten wurden Lösungen mit den Spitälern und den Ärztevertretern ausgearbeitet, um die medizinische Versorgung und die Dienste in den Entbindungsstationen überall im Land zu gewährleisten.

Das neue System sieht in den Nachtstunden und Wochenenden drei Anlaufstellen in den jeweiligen Regionen des Landes vor:

  1. Im Zentrum kümmert sich die neue Maison médicale pédiatrique centralisée um das Wohl der Kleinen.
    Während der Woche:  von 19 bis 22 Uhr.
    Am Wochenende und an Ferientagen: von 9 bis 21 Uhr.
  2. Im Norden gewährleistet das Krankenhaus in Ettelbrück eine ambulante pädiatrische Versorgung. Dies jeweils an den Wochenenden und Feiertagen von 10 bis 12 Uhr und von 17 bis 20 Uhr.
  3. Eine ambulante pädiatrische Hilfestelle entsteht derzeit im Süden im Centre Emile Mayrisch (Chem). Hier liegen noch keine genauen Dienstzeiten vor.

Besorgte Eltern können sich darüber hinaus an den Allgemeinarzt der üblichen Maisons médicales wenden.

Für Untersuchungen außerhalb der Dienstzeiten der pädiatrischen Anlaufstellen sowie bei Notfällen ist die Kannerklinik des CHL 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche zuständig. Bei Gesundheitsproblemen, die nicht zwingend die Hilfe eines Kinderarztes beanspruchen (z.B bei einem Beinbruch), empfehlen die Behörden die Notfallstationen der Krankenhäuser aufzusuchen.

"Die medizinische Versorgung für Kinder und Neugeborene ist nun überall im Land gesichert", betont Gesundheitsministerin Lydia Mutsch. Die Neuaufstellung geht zum Teil mit neuen Finanzposten für das Gesundheitsministerium einher, sowie mit neuen Ausgaben für die Krankenkasse. Für die Leistungen der pädiatrischen Maison médicale investiert die CNS 1,2 Millionen Euro. Für die Dienststellen in den Spitälern kommt die öffentliche Hand mit Pauschalen von jeweils 300 und 500 Euro pro Tag auf.


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