Reform der Familienpolitik: Sozialpädagogen: weitreichende Konsequenzen
(jag) - Die Sozialpädagogen hinterfragen die Entscheidung der Regierung, Mutterschaftsgeld und Erziehungszulage zu streichen und die Kinderbetreuung auszubauen. Vor allem geht es den Sozialpädagogen darum, dass Infrastrukturen und Personalbestand mit der rasanten Entwicklung mithalten können. Zur Zeit herrsche jedenfalls ein Mangel an Qualität in der Betreuung. Die versprochene Gratis-Kinderbetreuung werde indes nicht umsonst sein, sondern von der Allgemeinheit mit einer 0,5 Prozent Abgabe finanziert werden, so eine weitere Feststellung der APEG. Weiter fragen die Sozialpädagogen nach alternativen Betreuungsangeboten für die Eltern, die weiterhin rund um die Uhr für ihre Kinder da sein wollen. Eltern müssten auch weiterhin die freie Wahl in Bezug auf ihr Erziehungsmodell haben.
Zu klären blieben auch viele Details der angekündigten zweisprachigen Erziehungsarbeit, die sehr unpräzisen Aussagen führten zu Verunsicherung.Die Sozialpädagogen geben zu bedenken, dass ihr Bereich vor großen Herausforderungen stünde, verschiedene Berufslaufbahnen und Gehälterstrukturen würden die Arbeitsbedingungen erschweren. Trotz einer im März angefragten Unterredung hätten die betroffenen Ministerien bisher noch nicht geantwortet.