Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Reform der Familienpolitik: Sozialpädagogen: weitreichende Konsequenzen
Betreuung von Kleinkindern verlangt hohe Standards. Den Sozialpädagogen sind die Erklärungen der Regierung in Sachen Betreuung zu ungenau.

Reform der Familienpolitik: Sozialpädagogen: weitreichende Konsequenzen

Anouk Antony
Betreuung von Kleinkindern verlangt hohe Standards. Den Sozialpädagogen sind die Erklärungen der Regierung in Sachen Betreuung zu ungenau.
Politik 20.10.2014

Reform der Familienpolitik: Sozialpädagogen: weitreichende Konsequenzen

Die APEG, der Berufsverband der Sozialpädagogen, will von der Regierung reinen Wein eingeschenkt bekommen. Mit der angekündigten Gratis-Kinderbetreuung würden viele neue Fragen aufgeworfen.

(jag) - Die Sozialpädagogen hinterfragen die Entscheidung der Regierung, Mutterschaftsgeld und Erziehungszulage zu streichen und die Kinderbetreuung auszubauen. Vor allem geht es den Sozialpädagogen darum, dass Infrastrukturen und Personalbestand mit der rasanten Entwicklung mithalten können. Zur Zeit herrsche jedenfalls ein Mangel an Qualität in der Betreuung. Die versprochene Gratis-Kinderbetreuung werde indes nicht umsonst sein, sondern von der Allgemeinheit mit einer 0,5 Prozent Abgabe finanziert werden, so eine weitere Feststellung der APEG. Weiter fragen die Sozialpädagogen nach alternativen Betreuungsangeboten für die Eltern, die weiterhin rund um die Uhr für ihre Kinder da sein wollen. Eltern müssten auch weiterhin die freie Wahl in Bezug auf ihr Erziehungsmodell haben.

Zu klären blieben auch viele Details der angekündigten zweisprachigen Erziehungsarbeit, die sehr unpräzisen Aussagen führten zu Verunsicherung.Die Sozialpädagogen geben zu bedenken, dass ihr Bereich vor großen Herausforderungen stünde, verschiedene Berufslaufbahnen und Gehälterstrukturen würden die Arbeitsbedingungen erschweren. Trotz einer im März angefragten Unterredung hätten die betroffenen Ministerien bisher noch nicht geantwortet.   


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

ADR schlägt Alternativen vor: Familienleistungen: Geht es auch anders?
"Die Regierung führt eine rein ideologische Politik, wer seine Kinder zu Hause erziehen will wird abgestraft", moniert der ADR-Abgeordnete Gast Gibéryen. Die Oppositionspartei schlägt ein anderes Modell bei den Familienzulagen vor -  mit Sach- und Geldleistungen, die den Eltern die freie Wahl lassen sollen.
Der ADR-Abgeordnete Gast Gibéryen