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Referendariat im Grundschulwesen: "Die Angst zu scheitern, ist groß"
182 Grundschullehrer müssen sich im Januar im Rahmen ihres Referendariats einer ersten schriftlichen Prüfung stellen.

Referendariat im Grundschulwesen: "Die Angst zu scheitern, ist groß"

Foto: Pierre Matgé
182 Grundschullehrer müssen sich im Januar im Rahmen ihres Referendariats einer ersten schriftlichen Prüfung stellen.
Politik 6 Min. 04.01.2017

Referendariat im Grundschulwesen: "Die Angst zu scheitern, ist groß"

Michèle GANTENBEIN
Michèle GANTENBEIN
Seit diesem Herbst müssen junge Grundschullehrer ein dreijähriges Referendariat machen. Neben dem Unterricht bedeutet das für die Lehrer: Kurse besuchen, pauken, Prüfungen ablegen, aber auch Unterstützung und Austausch. Die Angst zu scheitern, schwingt immer mit.

Von Michèle Gantenbein

Das dreijährige berufsbegleitende Praktikum ist Pflicht für jeden Beamten im Öffentlichen Dienst, also auch für die Lehrer. Im Grundschulsystem ist das Referendariat eine Neuheit. 182 ausgebildete Grundschullehrer durchlaufen seit dem Herbst den ersten Durchgang dieses "Stage" und werden dabei von 121 erfahrenen Lehrern, so genannten „Conseillers pédagogiques“, begleitet.

„Wir sind ausgebildete Lehrer, aber man fühlt sich, als ob man noch immer an der Uni wäre“, sagt Nathalie* ...

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